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Lotus Lodge am See ist Yoga-Paradies

Kagar Lotus Lodge am See ist Yoga-Paradies

Vinyasa-Yoga ist Meditation in Bewegung. Lili Billerbek beschäftigt sich seit ihrer Kindheit mit der indischen Yoga-Lehre – in ihre Lotus-Lodge am See in Kagar kommen regelmäßig Yoga-Lehrer mit ihren Workshop-Teilnehmern. Auch sie selbst gibt den einen oder anderen Kurs – legt sich aber auch gern bei den Gästen mit auf die Matte.

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Lili Billerbek hat ihre Erfüllung gefunden. Alles was sie in ihrem Leben gelernt hatte, konnte sie in Kagar zusammenführen.

Quelle: Regine Buddeke

Kagar. Wenn man hinunter zum See geht, zieht schon Ruhe ins Herz ein. Da wogt eine bunte Wildblumenwiese mit taumelnden Schmetterlingen im Wind, die Hütten schmiegen sich an den Hang, Sitzgruppen stehen verstreut, dazwischen ein paar hohe Grasstauden, unten schwappt das Wasser um den hölzernen Steg, auf dem im Lotussitz ein Yogi hockt. In meditativer Versenkung ins eigene Ich oder in den Anblick des Sonnenuntergangs am See. Eine Oase des Friedens.

Hinter diesen Mauern fällt der Stress ab

Hinter diesen Mauern fällt der Stress ab.

Quelle: Regine Buddeke

„Ich wollte raus aus der Stadt“, sagt Lili Billerbek. Seit April 2009 betreibt die Berlinerin in Kagar die Lotus-Lodge am See – ein idyllisches Refugium für Urlauber, die nicht unbedingt Yoga praktizieren müssen. Obschon das die Hauptzielgruppe ist, die Lili Billerbek bei sich beherbergt. Ihr Lebenslauf bis dahin war vielfältig: Sie war Übersetzerin aus dem Englischen für Verlage, hat als Stewardess bei der Fluggesellschaft Panam gearbeitet und sechs Jahre lang – als Quereinsteigerin in der Gastronomie – in Berlin das Schöneberger Szene-Café „M“ geführt. Insofern ist ihr die Eröffnung eines Hotels auch nicht mehr allzu schwer gefallen.

Haus der erfüllten Wünsche

Über Kagar ist sie praktisch gestolpert, als sie für einen befreundeten Künstler die Augen nach einem Haus im Umland offen hielt. „Auf der Suche fand ich das Objekt in Kagar. Es war, als hätte mein Name drauf gestanden“, sagt sie über die Liebe auf den ersten Blick. Sie habe vom ersten Moment an gewusst, was sie darin machen will. Ende Februar 2009 war das, vier Wochen später schon gehörte das Haus ihr. „Dann habe ich ein Jahr gerödelt“, beschreibt sie die Um- und Ausbau-Arbeiten. „Wir haben das Haus aus dem Dornröschenschlaf erweckt“, sagt die 54-Jährige, der man ihr Alter nicht ansatzweise ansieht. Sicherlich auch dank des regelmäßigen Yogas und Tanzens, das Lili Billerbek schon seit ihrer Kindheit durchs Leben begleitet hat. Auf diesem Sektor hat sie diverse Ausbildungen absolviert, 2005/06 noch ein Sportdiplom obendrauf gepackt, hat sich zum Coach für „Bodywork-Rebalancing“ ausbilden lassen.

Beruhigung für die Seele gibt es  im Garten

Beruhigung für die Seele gibt es im Garten. Blumen, Steine, Wasser und kleine Accessoires laden zum Seele-baumeln-lassen ein.

Quelle: Regine Buddeke

„Alles was ich in meinem Leben gelernt habe, konnte ich hier zu einer wundersamen Synergie zusammenführen.“ Auch jetzt noch nimmt sie regelmäßig an Weiterbildungen teil. Und genießt es in vollen Zügen, sich bei den Yoga-Lehrern, die mit ihren Kursteilnehmern regelmäßig bei ihr logieren, etwas abzugucken. Im hauseigenen Yoga-Studio, versteht sich. „Da lege ich mich gerne mit auf die Matte“, sagt sie. Denn regelmäßige Bewegung – ob Yoga oder Stretchen – ist Lili Billerbek sehr wichtig. Manchmal gibt sie auch selber Kurse – mittwochs beispielsweise sei ein fester, durchlaufender Kurs: Schnupper-Willige sind immer willkommen.

Es geht um die Wahrnehmung des eigenen Köpers

Beim Yoga gibt es viele Ausrichtungen, erklärt die Yoga-Lehrerin. „Ich mache Vinyasa-Yoga.“ Das sei sehr fließend, eine eher therapeutische Richtung, erklärt sie. „Ich hatte hier viele Frauen mit starken Bewegungseinschränkungen – nach einigen Wochen waren die meisten viel beweglicher“, sagt sie. Vinyasa sei „Yoga mit Rücksicht“. Und die Asanas – die einzelnen Stellungen – so variabel, dass sie von Anfänger bis Profi individuell steigerungsfähig seien. „Das Hauptaugenmerk liegt ja nicht darauf, sich zur Brezel verbiegen zu können“, nimmt sie die Ängste vor der indischen Lehre. „Sondern vielmehr, den eigenen Körper wieder wahrzunehmen, in die eigene Mitte zu kommen.“ Das fange schon bei der Atmung an. „Meditation in Bewegung“, nennt sie es.

Die Natur hält für die Gäste ihren ganz eigenen Zauber bereit

Die Natur hält für die Gäste ihren ganz eigenen Zauber bereit.

Quelle: Regine Buddeke

Das Konzept kam gut an, schon gleich nach der Eröffnung kamen die Anfragen. Auch die Küche in der Lotus-Lodge ist der Yoga-Zielgruppe angepasst – es kommt ausschließlich Vegetarisches auf den Tisch. „Wir machen auch viel mit den Kräutern aus unserem eigenen Garten“, so Lili Billerbek, die mit ihrem Haus zu den „Veggie-Hotels“ zählt – ein Schild an der himbeerfarbenen Fassade der Lodge kündet davon. An der prangt ebenfalls eine rosafarbene Lotus-Blume – dekorative Zier und Symbol zugleich: der Lotussitz ist wohl wie kein anderer ein Symbol für die Yogis dieser Welt. Die auch gern zu Lili Billerbek kommen: Ab 26. Juli ist der international bekannte Michael Stewart in Kagar. Nähere Informationen dazu findet man auf www.lotuslodgeamsee.de.

Von Regine Buddeke

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