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Lückenschluss für neue Trinkwasserleitung

Gantikow/Mechow Lückenschluss für neue Trinkwasserleitung

Kurz bevor steht der Lückenschluss für die neue Trinkwasserleitung zwischen Rüdow und Mechow. Danach kann der alte Brunnen in Mechow, der bisher dieses Dorf sowie den Nachbarort Gantikow mit Trinkwasser versorgte, außer Betrieb genommen werden. Es heißt, das neue Wasser, das dann über Rüdow von Kyritz aus fließt, habe eine bessere Qualität.

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Der Leitungsbau unter die Bahntrasse hindurch stellte eine Herausforderung dar.

Quelle: Anja Schael

Gantikow. Bis Ende dieses Monats müssen sich die Einwohner in Mechow und Gantikow noch gedulden. Dann erst fließt ihr Trinkwasser aus neuen Rohren in sämtliche Haushalte der beiden Orte, und zwar über Rüdow von Kyritz aus. So zumindest ist die Planung. Joachim Stoltz, Vorsitzender des Wasser-und Abwasserverbandes „Dosse“: „Die Leitungen sind soweit verlegt. Jetzt steht noch an, mittels Pressbohrverfahren das Senkrohr unter die Gleise zu drücken.“ Gemeint ist die Querung der Bahngleise nahe der B103 in Höhe der Mechower Abzweigung, unter der die Trinkwasserleitungen verlegt werden müssen.

Eigentlich wollte der Verband mit diesem Vorhaben schon etwas schneller sein. Doch Planungen, Genehmigungsverfahren und Einweisungen der Bauarbeiter seitens des Bahnbetreibers hätten zu zeitlichen Verzögerungen geführt.

Immer, wenn ein Zug kam, mussten die Arbeiten gestoppt werden

Enrico Raabe, seines Zeichens Spezialtiefbohrer, erklärt: „Da die Bauarbeiten teilweise unter den Gleisen stattfinden, müssen sie aus Sicherheitsgründen ruhen, sobald ein Zug diesen Abschnitt passiert. Dies geschieht dadurch, dass wir einen Anruf bekommen und über den anrollenden Zug informiert werden. Die Unterbrechungen dauern aber immer nur wenige Minuten.“ Doch die summieren sich eben auch.

Raabe schätzt, dass spätestens Dienstag die Verlegung der Stahlschutzrohre abgeschlossen ist. Diese Schutzrohre ummanteln die eigentliche Trinkwasserleitung. Sollten sie bersten, ist also sichergestellt, dass die Bahngleise nicht unterspült werden.

Bisher wurden die beiden Dörfer Gantikow und Mechow über Brunnen versorgt, die sich am Ortsausgang Mechows in Richtung Gantikow befinden. Wenn beide Orte zukünftig an das Kyritzer Wasserwerk angeschlossen sind und von dort ihr Trinkwasser beziehen, wird das damit ausgediente Mechower Wasserwerk abgerissen. Anschließend verfügt der Verband noch über zehn Wasserwerke in der Region.

Verbandsvorsteher: Leitungsbau hat mit Bakterienvorfall nichts zu tun

Wie Joachim Stoltz als Verbandsvorsteher weiterhin sagt, stünde die Erneuerung der Trinkwasserleitungen in keinem direkten Zusammenhang zur bakteriellen Verunreinigung, die im August dieses Jahres festgestellt wurde und für allerhand Wirbel unter den Einwohnern sorgte. Über eine Woche lang waren die Einwohner beider Orte dazu angehalten, das Wasser nur in abgekochtem Zustand zu verwenden.

Die Ursache für die Verunreinigung ist laut Stoltz „höchstwahrscheinlich eine Undichtigkeit der Brunnenköpfe“ gewesen. Dadurch konnten die sogenannten coliformen Bakterien in die Brunnen eindringen. Zudem sei die Verunreinigung „nur minimal“ gewesen. Trotzdem wurde die Bevölkerung vorsichtshalber gewarnt. Oftmals seien coliforme Bakterien auch ein Indikator für eine Belastung durch andere Bakterien, die dann die eigentliche Ursache für die Gesundheitsgefährdung der Verbraucher sind.

„In Mechow hätte sowieso in neue Leitungen investiert werden müssen. Die Erneuerung war auch für 2016 fest eingeplant. Nach diesem Vorfall aber bot es sich nun erst recht an, eine Verbindungsleitung zu bauen.“ Und es ergebe sich sogar ein kleiner Vorteil: Nach der Umstellung der Wasserversorgung bekommen die Einwohner Trinkwasser „von höherer Qualität.“, wie Joachim Stoltz anmerkt. Zwar erfülle das gesamte Trinkwasser ohnehin die Güteanforderung der entsprechenden Verordnung. Das Kyritzer Trinkwasser sei aber weicher als das zuvor in Mechow geförderte.

Von Anja Schael

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