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Ostprignitz-Ruppin Lufteinsatz gegen Spinner im Wald beendet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lufteinsatz gegen Spinner im Wald beendet
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02:16 20.05.2017
Die Forst hat befallene Eichen in den Wäldern wieder aus der Luft mit dem Fraßgift besprühen lassen. Quelle: Margrit Hahn
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Neuruppin

In Neuruppin und dem Ortsteil Radensleben sollen ab Donnerstag früh um 8 Uhr die Raupen des Eichenprozessionsspinners mit dem Fraßgift Dipel ES besprüht werden. Am Freitag sollen dann befallene Eichen im Amt Neustadt behandelt werden. Das kündigte am Mittwochnachmittag Mathias Wittmoser, der zuständige Amtsleiter der Kreisverwaltung in Neuruppin an.

Die Forst lässt weniger Bäume besprühen als 2016

Indes konnte dank des trockenen Wetters bereits am Mittwoch der von der Forstverwaltung organisierte Lufteinsatz gegen Raupen in den Wäldern beendet werden. Allerdings wurde diesmal in Ostprignitz-Ruppin lediglich eine Fläche von gut 20 Hektar mit Dipel ES von einem Hubschrauber aus besprüht – knapp acht Hektar im Bereich der Oberförsterei Neuruppin (unter anderem bei Dechtow und Karwe) sowie gut zwölf Hektar im Bereich der Oberförsterei Neustadt (unter anderem bei Heiligengrabe, Babe, Roddahn und Zernitz). Zum Vergleich: 2016 wurden laut Annett Engelmann, Leiterin der Oberförsterei Neuruppin, im Landkreis gut 83 Hektar Forstfläche mit dem Gift behandelt, davon allein rund 28 Hektar im Bereich der Oberförsterei Neuruppin.

„Wir haben nur ausgewählte Flächen in der Nähe von Siedlungen sowie Eichen an stark besuchten Waldwegen besprühen lassen“, sagte Engelmann. Mit dem Einsatz soll vermieden werden, dass Menschen in Kontakt mit den Raupen kommen. Denn die Nesselhaare der kleinen Tiere sind mit winzigen Widerhaken ausgestattet und enthalten zudem ein Nesselgift. Das führt regelmäßig zu gesundheitlichen Problemen, die von Haut- und Augenentzündungen bis zu Atemwegsbeschwerden führen können. Fast 160 Menschen haben wegen solcher Symptome 2016 in Ostprignitz-Ruppin einen Arzt aufgesucht.

Der Kreis setzt Sprühkanonen ein

Der Landkreis hält deshalb an derartigen Giftaktionen fest. Jedoch werden die Eichen auf öffentlichen Flächen, die mit den Raupen befallen sind, in diesem Jahr erstmals nur mit sogenannten Sprühkanonen vom Boden aus bekämpft. In den Ämtern Lindow und Temnitz sowie den Gemeinden Fehrbellin und Wusterhausen ist das bereits passiert. In Heiligengrabe, Kyritz und Wittstock sollen die Raupen dann laut Amtsleiter Wittmoser ab der nächsten Woche bekämpft werden.

Von Andreas Vogel

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