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Ostprignitz-Ruppin Luftgewehrkugel steckt im Kopf von Kater „Schnakowitz“
Lokales Ostprignitz-Ruppin Luftgewehrkugel steckt im Kopf von Kater „Schnakowitz“
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00:17 23.04.2017
Kater „Schnakowitz“ ist mit nur einem Auge eigentlich schon gestraft genug. Jetzt wurde er auch noch angeschossen. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Wusterhausen

Ein Katerchen zu sein, hat „Schnakowitz“ die meiste Zeit seines Tierlebens Spaß gemacht. Trotz des nur einen Auges von Kindspfoten an als Folge einer Erkrankung. Vor 16 Jahren suchte der Kater ein Zuhause und fand es bei Karin und Wolf-Dieter Penndorf in der Wusterhausener Seestraße. Katzenklappen genehmigen bis heute ein Kommen und Gehen, wann immer es der Vierbeiner will.

Alles war gut im Haus Nr. 10, auch für die Zweibeiner. Mensch und Tier genossen das Miteinander – bis vor gut zwei Wochen. Da entdeckte Karin Penndorf zum ersten Mal Blutflecke auf Kissen und Teppich, an Türrahmen und Stuhlbeinen. Ihr Stubentiger musste sich verletzt oder eine Krankheit haben. Was genau, war nicht zu erkennen. Der Weg zur Tierklinik sollte Klarheit schaffen. Eine Tierärztin untersuchte den Schwarzen mit dem einen Auge, konnte keine Wunde entdecken, vermutete aber ganz stark ein Problem mit den Ohren. „Wir bekamen Tropfen mit und träufelten fleißig“, erinnert sich die Hausfrau. „Es schien auch zu helfen, wenngleich wir bei unserem Schmusekater jetzt von Zeit zu Zeit feststellten, dass er sich unwillkürlich schüttelte. Und dann fanden wir auf den Möbeln wieder Blut.“

Eine Röntgenaufnahme sorgte für Klarheit

Die Penndorfs wähnten sich allerdings schon ein Stückchen weiter. Beim neuerlichen Gang zur Veterinärin konnten sie berichten, dass es aus der Nase bluten musste. In der Praxis wurde nun der Kopf des unruhigen Patienten abgetastet. Der reagierte auf den Druck empfindlich. Eine Röntgenaufnahme sorgte dann für Klarheit. Sie brachte ein nicht vermutetes Problem ans Tageslicht. Im Schädel des Katers steckt die Kugel aus einem Luftgewehr. Das Projektil, ein Diabolo, war auf dem Röntgenbild gut zu erkennen. Wie lange es schon im Kopf steckt, ist ungewiss. „Wir waren verwundert. Schließlich gab es ja keine offensichtliche Verletzung. Allerdings erklärte uns die Ärztin, dass sich bei Katzen solche Wunden sehr schnell schließen können“, so Wolf-Dieter Penndorf. Er behandelt sein Haustier jetzt mit einem Antibiotikum und verabreicht ihm ein Mittel gegen Schmerzen. Wie lange das so gehen mag, weiß keiner.

In der Nachbarschaft macht man sich Sorgen. Auch nebenan leben Katzen in einem Haushalt. Was ist, wenn in Wusterhausen ein Tierquäler sein Unwesen treibt? Die Penndorfs haben bei der Polizei Anzeige erstattet.

Von Wolfgang Hörmann

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