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Ostprignitz-Ruppin Luther-Stammtisch lockt ins Rathaus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Luther-Stammtisch lockt ins Rathaus
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00:18 08.05.2017
Das Gewölbe im Foyer vom Rathaus schafft eine besondere Atmosphäre zum Diskutieren. Quelle: Christamaria Ruch
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Wittstock

Stammtische gibt es landauf und landab – für nahezu jede Interessengruppe. Dabei kommen Themen in lockerer Atmosphäre auf den Tisch; fernab vom Protokoll können auf kurzem Wege Lösungen angebahnt werden. Nun sorgt Lorenz Mayer aus Jabel für Aufmerksamkeit. Er entwickelte die Idee eines Luther-Stammtisches in Wittstock. Dabei möchte er „fast vergessene Wahrheiten der Reformation vorstellen und diskutieren.“

Am Freitag, 12. Mai, beginnt die fünfteilige Stammtischreihe. Bis September wird das Rathaus in Wittstock einmal im Monat zur Kulisse für diese Begegnungen. Jeweils um 18 Uhr wird das Foyer in der unteren Etage in eine mittelalterliche Gaststube verwandelt. „Die Idee hatte ich schon lange, denn 500 Jahre Reformation in diesem Jahr ist schlechthin das Ereignis in der deutschen Geschichte“, so Mayer. Er setzt sich schon viele Jahre mit Luther, seinen Schriften und Glaubensfragen auseinander. Das Lutherjahr ist für ihn ein Anlass, diese Thematik auch in Wittstock mehr in die Öffentlichkeit zu tragen. Er möchte innerhalb dieses Veranstaltungsformates vor allem die Auswirkungen der Reformation darstellen. „Luther ist aktueller denn je und ich finde es gut, wenn er weiter bekannt wird.“

Lorenz Mayer entwickelte die Idee für den Luther-Stammtisch im Wittstocker Rathaus. Quelle: Christamaria Ruch

Lorenz Mayer überlegte lange, in welcher Form er die Bürger für das Thema Martin Luther begeistern kann. „Ein Seminar oder Vortrag erschienen mir wenig ansprechend“, räumt der 72-Jährige ein. Er sprach mit Freunden und Bekannten und schließlich fiel die Idee eines Stammtisches. Bei Bürgermeister Jörg Gehrmann stieß er damit auf offene Ohren. „Das Thema strahlt ja in die Allgemeinheit aus und das Rathaus wird oftmals für Veranstaltungen bereit gestellt“, sagte Stadtsprecher Jean Dibbert gegenüber der MAZ. Und: „Das Gewölbeflair im Rathaus bietet sich gut an, auch wenn beispielsweise die Heiliggeistkirche veranstaltungstechnisch besser geeignet ist.“

„Aus der Kenntnis von Luthers Schriften habe ich Themen ausgewählt, die mir als besonders wichtig erscheinen“, so Lorenz Mayer. „Die Fragen des christlichen Glaubens bringt Luther auf den Punkt, er hat alle zentralen Fragen klar beantwortet“, so Mayer. Insofern möchte er die Wittstocker dafür interessieren, sich mit den Erkenntnissen der Reformation auseinander zu setzen.

Jeder Stammtisch folgt diesem Muster: Lorenz Mayer schlüpft mit drei weiteren Männern in die Rolle eines Apothekers, Stellmachergesellen, Kaufmanns und Theologiestudenten. Er hat für die halbe Stunde Diskussion jeweils ein Drehbuch vorbereitet. Anschließend folgt ein Imbiss mit Gespräch und zum Abschluss wird jeweils ein Teil der fünfteiligen Defa-Fernsehserie „Martin Luther“ von 1983 gezeigt. „Wir tragen Kostüme, das wirkt authentischer, aber trotz allem treten wir ernsthaft auf“, sagt er. Die Herausforderung für ihn: Die schwerwiegenden theologischen Probleme sollen dem Publikum einfach und verständlich vermittelt werden. Nun ist Lorenz Mayer gespannt: „Das ist wie ein Testballon, mal sehen, wie viele Besucher kommen.“

Von Christamaria Ruch

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