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Ostprignitz-Ruppin MAZ-Leser in der Rückenschule
Lokales Ostprignitz-Ruppin MAZ-Leser in der Rückenschule
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00:36 12.03.2018
Physiotherapeut Robin Riemann vom Kyritzer Krankenhaus zeigt MAZ-Lesern Rückenschul-Übungen bei der Aktion "Fit und Gesund". Quelle: Sandra Bels
Kyritz

Rückenbeschwerden haben inzwischen die Herzkrankheiten abgelöst.“ Was der ärztliche Direktor des Kyritzer KMG-Klinikums, Fred Gätcke, sagt, lässt die 15 Frauen und Männer im Sportraum des Krankenhauses stutzen. Das hatten sie nicht erwartet. Sie sind gekommen, um Übungen der Rückenschule zu lernen. Die Leserinnen und Leser der MAZ hatten den Kurs innerhalb der MAZ-Aktion „Fit & Gesund“ gewonnen. Trainer war Physiotherapeut Robin Riemann.

Gätcke übernahm die Einführung und nannte ein paar Zahlen. So werden im Kyritzer Krankenhaus pro Jahr 700 bis 800 Patienten konservativ wegen ihrer Rückenschmerzen behandelt, ohne Operation. „Wenn Sie die Übungen, die Sie heute lernen, zwei- bis dreimal in der Woche machen, dann brauchen Sie später nicht zu uns kommen“, so Gätcke. Er wisse, wie schwer es ist, den inneren Schweinehund zu überwinden. Deshalb riet er dazu, die Übungen zum Beispiel während der Lieblingssendung auszuführen oder sich als Erinnerung Aufkleber an den Spiegel zu kleben. „Man sollte einen Fixpunkt am Tag haben“, so Gätcke. „Ich weiß wie schwer das ist, aber versuchen Sie es zugunsten ihres Rückens, er profitiert davon“, fügt er an.

Bewegung im Alltag ist wichtig für die Rückenmuskeln

Robin Riemann zeigt den MAZ-Lesern anschließend, wo ihre Muskeln sind. Zunächst wird ohne Hilfsmittel auf der Matte geturnt. „Diese Übungen kann jeder zuhause allein machen“, so der Physiotherapeut. „Fünf Minuten am Tag sind besser als eine halbe Stunde in der Woche“, fügt er an. In der Rückenlage werden die Beine angestellt und anschließend Füße und Zehen hochgezogen. „Bauch, Po fest anspannen, Rücken und Schulter auf die Unterlage drücken“, sagt Robin Riemann. Aus dieser Grundstellung heraus werden alle anderen Übungen aufgebaut.

Gätcke erklärt den Teilnehmern, dass es meist die kleine Rückenmuskulatur ist, die die meisten Beschwerden wie Blockaden macht. Sie werde all zu oft vernachlässigt. Der Chirurg trägt deshalb Schuhe mit abgerundeten Sohlen. „Damit müssen sie ständig die Balance halten“, sagt er. Das ist Training für die kleine Rückenmuskulatur. Neben den Schuhen empfahl er den Sportlern für zuhause auch den Pezziball, Balance-Halbkugeln und das Tanzen. Am wichtigsten sei es aber, sich zu bewegen. „Den meisten Menschen fehlt genau diese Bewegung“, so Robin Riemann. Viele würden sich durch ihren Beruf nur einseitig bewegen und dadurch fehle der Ausgleich.

Riemann gab zum Abschluss ein paar Tipps für zuhause. So gilt heute nicht mehr, dass man gerade sitzt. „Sie müssen dynamisch sitzen“, sagte er. „Seien sie experimentierfreudig, lehnen Sie sich auch mal zurück oder drehen den Stuhl einfach um.“ Im Auto könne man zum Beispiel auf einem Keil- oder Balancekissen dynamisch sitzen. Riemann empfahl weiterhin beim Bügeln oder Staubsaugern nicht gebückt zu arbeiten. Die Tipps und Übungen gab es auf Papier zusammengefasst mit nach Hause.

Von Sandra Bels

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