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MAZ ist jetzt Pate einer Wisentkuh

Tierpark Kunsterspring MAZ ist jetzt Pate einer Wisentkuh

Seit Freitag hat die viereinhalbjährige Wisentkuh Fürana Paten. Der MAZ-Regionalverlag Prignitz-Ruppin hat die Patenschaft über den Neuzugang im Tierpark Kunsterspring übernommen. Die Patenschaftsurkunde nahm Geschäftsführer Christian Koletzki entgegen.

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Tierparkchef Peter Mancke und Christian Koletzki, Geschäftsführer des MAZ-Regionalverlages Prignitz-Ruppin, bei der Übergabe der Urkunde am Freitag.

Quelle: Dagmar Simons

Kunsterspring. Das war ein Festtag: Außer der Reihe gab es für die viereinhalbjährige Wisentkuh Fürana Möhren und Brötchen. Grund: Der MAZ-Regionalverlag Prignitz-Ruppin hat die Patenschaft über die Neu-Errungenschaft des Tierparks Kunsterspring übernommen. Am Freitag bekam Geschäftsführer Christian Koletzki die Patenschaftsurkunde überreicht.

Als Koletzki im Sommer vorigen Jahres nach seinem Umzug nach Neuruppin das erste Mal mit seiner damals vierjährigen Tochter den Tierpark besuchte, waren beide gleich Feuer und Flamme. So entstand die Idee, eine Patenschaft zu übernehmen, von der auch die zweite Geschäftsführerin Kathrin Gottwald schnell überzeugt war. „Wir als Regionalverlag möchten den Tierpark unterstützen“, so Christian Koletzki.

Die Wisente im Tierpark gehören zu den Stars

Die Wisente im Tierpark gehören zu den Stars

Quelle: Peter Geisler

Damit befindet sich der MAZ-Regionalverlag in guter Gesellschaft. 110 Tierpaten gibt es zurzeit im Tierpark Kunsterspring. „Besonders attraktiv sind die Wölfe, der Luchs und die Wisente. Die haben teilweise mehrere Paten“, sagt Tierparkleiter Peter Mancke. Die kommen beileibe nicht nur aus der Region, sondern aus dem ganzen Bundesgebiet. Manche Paten haben auch eine Affinität zu Schlangen oder Schildkröten. Eines aber haben alle gemeinsam, sagt Peter Mancke: „Sie engagieren sich nur, wenn sie sehen, dass es den Tieren gut geht.“

Mit dem Geld für die Patenschaft, das sich je nach Größe des Tieres zwischen 30 und 300 Euro pro Jahr bewegt, kann der Förderverein des Tierparks so einiges bewegen wie auch mal den Bau eines größeren Geheges.

Das alles kümmert Wisentkuh Fürana natürlich nicht. Sie genießt die Leckerbissen, während im benachbarten Gehege die ältere Wisentdame Spelunke futterneidsch durchs Gitter guckt. Die Seniorin hat hier das Sagen, auch gegenüber den Neuzugängen, dem jungen Wisentbullen Daflorian und eben Fürana. Spelunkes Partner Fürst war im vergangenen Jahr im Alter von knapp 20 Jahren gestorben. „Wisente sind Herdentiere, die schnell vereinsamen. deshalb sind wir froh über den Zuwachs. Das ist jetzt eine schöne Gruppe“, sagt Tierparkleiter Peter Mancke.

Das ist offenbar Ansichtssache. Zwischen den beiden Damen herrscht nämlich zurzeit Zickenkrieg. „Spelunke hat vom Charakter her etwas von einer Furie“, sagt Tierpfleger Frank Mothes. Er lockt Fürana „So ein liebes Mädchen“. Die lässt sich zutraulich kraulen und nimmt von Christian Koletzki gern die Leckerbissen entgegen. Sie genießt eindeutig die Sonderbehandlung.

Als Spelunke antrabt, tritt Fürana wohlweislich sofort den Rückzug an – aber nicht schnell genug. Zack! – bekommt sie eins von Spelunkes Hörnern in die Seite. Auch Daflorian bekommt Spelunkes Autorität zu spüren. Die Wisente gehören mit zu den Publikumslieblingen des Tierparks im Kuns­tertal. Das frühlingshafte Wetter und die Winterferien haben in dieser Woche viele Besucher angelockt. Zudem hat der Fernsehsender RBB seine Wetternachrichten am Dienstag in Kunsterspring aufgenommen, an dem Tag, als auch eine Wolfsführung auf dem Programm stand.

Die Tiere, so Mancke, waren an dem Tag ausgesprochen gut drauf und waren kein bisschen kamerascheu. Das alles trägt dazu bei, den Tierpark über die Region bekannt zu machen. Das kommt letztendlich den Tieren wieder zugute so wie auch die Patenschaften. Erst ein paar Monate ist Fürana dort zu Hause. Jetzt hat sie ihren ersten Paten.

Hinweis: Wer eine Tierpatenschaft übernehmen will, kann sich mit dem Tierpark telefonisch unter  033929/7 02 71 oder per E-Mail an info@tierpark-kunsterspring.com in Verbindung setzen.

Von Dagmar Simons

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