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Ostprignitz-Ruppin Madison Violet eröffnet Konzertsaison
Lokales Ostprignitz-Ruppin Madison Violet eröffnet Konzertsaison
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00:32 16.09.2015
Lisa Maclsaac (l.) und Brenley Mac Eachern begeistern auf der Bühne. Quelle: Regine Buddeke
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Neumühle

Der Herbst beginnt mit Frauenpower. Mit „Madison Violet“ hat sich Manfred Neumann einen Traum erfüllt und freut sich, dass sein Publikum ihm auch nach der Sommerpause noch die Treue hält. Warum auch nicht? Immerhin zählt das Folk-Duo aus Toronto zu den besten Singer/Songwritern Kanadas. Seit 1999 stehen Brenley MacEachern und Lisa MacIsaac gemeinsam auf der Bühne. Und bringen mit Gesang, Gitarren und Geige einen Hauch Indian Summer in den gut gefüllten Kornspeicher in Neumühle.

Neumann hat die beiden vor fünf Jahren in Rudolstadt beim Folk-Roots-Weltmusik-Festival entdeckt und war sofort begeistert. Nun hat er die umtriebigen Frauen, die in einem Monat gut und gerne 25 Konzerte geben, endlich bei sich. Das Publikum ist vom ersten Song an gut dabei: „Good?“ ruft Brenley MacEachern – „Yes“ tönt es aus den Reihen zurück. „Tonight‘s the night“ – heute Nacht ist Nacht – singt die Blonde mit der verrauchten Stimme und Lisa Mac­Isaac, die Dunkelhaarige mit den Eisaugen, lässt ihre Geige dazu jubeln. Das kann man locker als Motto des Abends stehen lassen.

Es wird gehaucht, geröhrt, gerockt und fast gejodelt

Was folgt, ist eine schöne Mischung aus Balladen und Folksongs – das Duo bringt Folk, Rock und Indie-Pop auf den Punkt und holt dabei mit Hingabe noch die letzten Töne aus den Gitarren heraus. Da wird gehaucht, geröhrt, gerockt und in den Background-Füllern fast gejodelt. Im Hintergrund agiert in witzigem Kontrast das E-Piano von Begleiter Jacob. Es sind Wohlfühlsongs, eingängig und spritzig. Schnörkellos kommen sie direkt aus der Seele. Sie handeln vom Nach-Hause-Kommen, von Heimweh und – natürlich – von der Liebe.

Zwischen den Titeln gibt’s ein paar Anekdoten und Smalltalk: „Ganz schön kalt habt ihr es hier“, sagt Brenley MacEachern, in Kanada seien es 30 Grad. Hier sei das richtige Wetter für Mützen – wie heißen die auf Deutsch? „Basecaps“ hilft das Publikum. Die Sängerin versteht Base-Cats und bekennt, trotz des köstlichen Mahls, das Manni Neumann traditionell für seine Musiker kocht, schon wieder Hunger zu haben. „Wir denken pausenlos nur ans Essen“, sagt MacEachern und schmunzelt. Das Publikum lacht, als MacEachern die Pause ausruft: „Jagermeister und Weißwurst – that’s good.“

Das Publikum ist hingerissen

„Total schön“, schwärmt Birgit Borchert. „So frisch, dazu die tolle Geige. Und die beiden Stimmen passen wunderbar zusammen.“ „Ein bisschen wie bei den frühen Hits von Simon & Garfunkel“, bestätigt ihr Sitznachbar.

Dann geht es weiter – Juhus im Saal nach jedem Lied. Auch ein wenig Deutschlektion ist angesagt. So wird das Nachstimmen der Gitarren überspielt. „Lovely Abendessen“, schwärmt MacEachern. Warum Deutsch so „stark“ sei, fragt sie sich. „Schwer“, korrigiert das Publikum. „I like the Deutsch“, sagt MacEachern. „Ich mag the Deutsch. Die Deutsch? Der Deutsch? Das Deutsch?“ Die Gäste lachen und spenden Applaus für so viel grammatikalische Anstrengung. Dann groovt das Piano wieder. Am Ende gibt es riesigen Applaus. Das Publikum kann nicht genug bekommen – und bekommt als erste Zugabe genau das: „Just can‘t get enough“. Da darf der Mann am Piano sogar ein Melodika-Solo hinlegen. Noch zwei Songs, die Besucher applaudieren stehend.

Von Regine Buddeke

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