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Ostprignitz-Ruppin Mädchen gründen Kinderpartei in Wittstock
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mädchen gründen Kinderpartei in Wittstock
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02:16 05.11.2015
Partei-Chefin Josephin-Marie Seifert (l.) mit Charleen Starke. Außer ihnen ist noch ein weiteres Mädchen dabei. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Drei elfjährige Mädchen aus der Diesterweg-Grundschule in Wittstock haben jetzt eine Kinderpartei gegründet – die FJW. Die Abkürzung steht für Freie Jugend Wittstock. Die Mitglieder haben sich ein klares Ziel gesetzt: saubere Spielplätze. „Wir wollen etwas dafür tun, dass Kinder ohne Gefahr gut spielen können. Denn das ist sehr wichtig“, sagt Josephin-Marie Seifert, die Partei-Chefin. Sie erzählt, dass sie sich selbst schon einmal auf einem Spielplatz an einer Scherbe verletzt habe. Gemeinsam mit Charleen Starke und einer weiteren Klassenkameradin, die namentlich nicht in der Zeitung genannt werden möchte, will sie deshalb auf Wittstocker Spielplätzen für Ordnung sorgen und diese regelmäßig von diversem Unrat befreien. Was sie künftig erreichen wollen, haben die Kinder sogar schriftlich festgehalten: Rauchverbot, Tierverbot und keine scharfen Gegenstände oder Glas auf Spielplätzen.

Die Kinderpartei hofft auf weitere Mitstreiter

Die Sache mit der Kinderpartei sei zwar eigentlich ein Schulauftrag im Fach Politische Bildung, aber der sollte sich ursprünglich nur auf die Schule beziehen. Den drei Mädchen war das aber nicht genug. Vielmehr wollten sie ihre Aktivitäten auf die ganze Stadt beziehen und kamen so auf die Idee mit der Sauberhaltung der Spielplätze. Sie hoffen, dass sich ihnen vielleicht noch weitere Kinder anschließen. Josephin-Maries Mutter Anke Seifert begrüßt das Engagement der Mädchen. Und die haben sich sogar noch mehr vorgenommen: Sie wollen sich später auch dem Thema Bildung widmen, „damit Kinder eine gute Zukunft haben und nicht auf der Straße sitzen“, sagt Josephin-Marie. Die FJW hat sich kürzlich sogar im Wittstocker Rathaus vorgestellt.

Die Stadt Wittstock steht hinter den Mädchen

Der Vize-Bürgermeister Dieter Herm war ebenso überrascht wie erfreut, als die Kinder sich bei ihm meldeten, um über ihr Vorhaben zu berichten. „Es ist sehr gut, wenn sich Kinder darüber Gedanken machen, wie Dinge in der Stadt verbessert werden können. Das ist gar nicht hoch genug einzuschätzen und auch mutig, sich damit direkt in der Verwaltung zu melden“, sagt er. Doch die Stadt wolle das Engagement der Mädchen nicht nur loben, sondern auch praktisch unterstützen. So könne man sich durchaus vorstellen, die genannten Forderungen in Folie schweißen zu lassen und als Hinweisschilder an den Spielplätzen anzubringen – mit der Anmerkung, dass diese Regeln von Kindern für Kinder aufgestellt wurden. Sie schließen aber natürlich auch Erwachsene mit ein.

Sollten Kinder oder Jugendliche ähnliche Ideen haben, um sich positiv ins städtische Geschehen einzubringen, dann seien sie sehr willkommen, ermutigt Dieter Herm auch andere Mädchen und Jungen.

Von Björn Wagener

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