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Männer gegen mehr Frauennamen

Neuruppin Männer gegen mehr Frauennamen

Der Neuruppiner Sozialausschuss lehnt es ab, neue Straßen in der Stadt künftig vor allem nach Frauen zu benennen. Die SPD hatte das als Schritt zu mehr Gleichberechtigung vorgeschlagen – vergeblich. Mehrere männliche Abgeordnete fanden, Gleichberechtigung sei längst gegeben. Im Ausschuss sitzen acht Männer und eine Frau.

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Nur wenige Straßen in Neuruppin sind bisher nach Frauen benannt. Die Namen von Männern kommen zehnmal so häufig vor.

Quelle: Reyk Grunow

Neuruppin. Für die Neuruppiner SPD und die Linke wäre es ein Schritt in Richtung Gleichberechtigung von Frauen und Männern – für die meisten Männer im Neuruppiner Sozialausschuss ist es überflüssig. Sie lehnen es ab, dass neue Straßen in der Fontanestadt künftig vor allem nach Frauen benannt werden sollen. Begründung: Gleichberechtigung sei doch längst gegeben.

Die Sozialdemokraten hatten die Idee aufgebracht. „Es geht uns nicht darum, bestehende Straßen umzubenennen“, stellte Fraktionschef Nico Ruhle am Dienstag im Sozialausschuss klar. Vielmehr soll sich der Vorschlag auf neue Straße beziehen, die künftig zu benennen wären.

Frauen sind im öffentlichen Raum bisher völlig unterrepräsentiert: Während etwa 70 Straßen in Neuruppin nach Männern benannt sind, tragen gerade mal sechs den Namen von Frauen. „Frauen sind definitiv unterrepräsentiert“, stimmte Linken-Fraktionschef Ronny Kretschmer der SPD zu. „Ich kann dem Anliegen durchaus folgen.“

Frauen wurden bisher kaum berücksichtigt

Andere Abgeordnete waren da weniger offen. Helmut Kolar (Bürgerbündnis) lehnte den Vorschlag ganz klar ab. Er habe mit Frauen gesprochen und keine sei für eine solche Regelung. Kolar: „In der heutigen Zeit ist das überholt.“ Michael Gayck von der CDU stimmte ihm zu.

Kretschmer widersprach: Die Praxis habe gezeigt, dass Frauen eben nicht berücksichtig werden, wenn es um Straßennamen geht. Im Wohngebiet am Sportcenter tragen alle Straßen Namen von Bürgermeistern – Bürgermeisterinnen kamen nicht einmal in die enge Wahl. Als einzige Frau im Ausschuss sprach sich auch Hannelore Gußmann für die Idee ihrer Fraktion aus – jedoch vergebens. Mit vier Ja- und vier Nein-Stimmen wurde der Vorschlag abgelehnt.

Von Reyk Grunow

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