Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Männer gegen mehr Frauennamen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Männer gegen mehr Frauennamen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 29.04.2017
Nur wenige Straßen in Neuruppin sind bisher nach Frauen benannt. Die Namen von Männern kommen zehnmal so häufig vor. Quelle: Reyk Grunow
Anzeige
Neuruppin

Für die Neuruppiner SPD und die Linke wäre es ein Schritt in Richtung Gleichberechtigung von Frauen und Männern – für die meisten Männer im Neuruppiner Sozialausschuss ist es überflüssig. Sie lehnen es ab, dass neue Straßen in der Fontanestadt künftig vor allem nach Frauen benannt werden sollen. Begründung: Gleichberechtigung sei doch längst gegeben.

Die Sozialdemokraten hatten die Idee aufgebracht. „Es geht uns nicht darum, bestehende Straßen umzubenennen“, stellte Fraktionschef Nico Ruhle am Dienstag im Sozialausschuss klar. Vielmehr soll sich der Vorschlag auf neue Straße beziehen, die künftig zu benennen wären.

Frauen sind im öffentlichen Raum bisher völlig unterrepräsentiert: Während etwa 70 Straßen in Neuruppin nach Männern benannt sind, tragen gerade mal sechs den Namen von Frauen. „Frauen sind definitiv unterrepräsentiert“, stimmte Linken-Fraktionschef Ronny Kretschmer der SPD zu. „Ich kann dem Anliegen durchaus folgen.“

Frauen wurden bisher kaum berücksichtigt

Andere Abgeordnete waren da weniger offen. Helmut Kolar (Bürgerbündnis) lehnte den Vorschlag ganz klar ab. Er habe mit Frauen gesprochen und keine sei für eine solche Regelung. Kolar: „In der heutigen Zeit ist das überholt.“ Michael Gayck von der CDU stimmte ihm zu.

Kretschmer widersprach: Die Praxis habe gezeigt, dass Frauen eben nicht berücksichtig werden, wenn es um Straßennamen geht. Im Wohngebiet am Sportcenter tragen alle Straßen Namen von Bürgermeistern – Bürgermeisterinnen kamen nicht einmal in die enge Wahl. Als einzige Frau im Ausschuss sprach sich auch Hannelore Gußmann für die Idee ihrer Fraktion aus – jedoch vergebens. Mit vier Ja- und vier Nein-Stimmen wurde der Vorschlag abgelehnt.

Von Reyk Grunow

Seit 1991 ist Erhard Lange aus Berlinchen Eigentümer des Campingplatzes „Am Glambecksee.“ Jetzt startet der 67-Jährige in seine 27. Saison. Während der Platz noch auf Brandenburger Seite liegt, befindet sich schon das Ufer vom malerischen Glambecksee in Mecklenburg. Die Radroute „Fischtour“ führt direkt am Gewässer entlang.

29.04.2017

In Lindow werden seit 1997 Menschen mit psychosomatischen und Suchterkrankungen behandelt. Am Mittwoch freuen sich Mitarbeiter, Kollegen und Partner über eine Brandenburger Erfolgsgeschichte.

26.04.2017

Die Freyensteiner Verkaufsstelle der Tetschendorfer Landfleischerei öffnet am Freitag wieder, nachdem sie am 18. April geschlossen worden war. Es ist ein Test. Es gelten verkürzte Öffnungszeiten. „Die Kunden haben uns leid getan“, sagt Geschäftsführer Frank Mücke.

29.04.2017
Anzeige