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Ostprignitz-Ruppin Märchenwoche in der Bibliothek
Lokales Ostprignitz-Ruppin Märchenwoche in der Bibliothek
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15:31 20.02.2017
Zur Ausstellung gehören Märchenfiguren wie „Rotkäppchen“. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Oh je, das nimmt bestimmt kein gutes Ende. Die raffgierige Ilsebill treibt ihren Mann zur Weißglut. Immer mehr und ausgefallene Wünsche äußert sie. Doch dem Fischer gelingt es nicht, sie auszubremsen. Er zeigte zuvor sein Herz und ließ den Fisch an der Angel wieder zurück ins Wasser. „Einen Fisch, der sprechen kann, werde ich doch nicht töten“, sagte der alte Mann.

„Vom Fischer und seiner Frau“ gehört zu den Märchenklassikern der Brüder Grimm. Die Kinderbibliothekarin Eveline Grunert begeisterte mit dieser spannenden Geschichte Kitakinder aus Heiligengrabe und Wittstock bei zwei Aufführungen am Montag in der Wittstocker Bibliothek. Damit fiel zugleich der Startschuss für die erste Märchenwoche in der Einrichtung. „Märchentage hatten wir schon oft, zuletzt auch vor zwei Jahren“, erinnert sich die Leiterin Georgia Arndt.

Märchen sind immer aktuell

Diese Märchentage stehen alljährlich im Herbst in Berlin und Brandenburg auf dem Programm. „Im Herbst häufen sich bei uns immer die Angebote, deshalb möchten wir künftig das Thema Märchen in die erste Jahreshälfte verlegen“, so Arndt. Von langer Hand plante sie nun mit dem siebenköpfigen Mitarbeiterteam dieses ehrgeizige Vorhaben. Noch bis Sonnabend stehen Märchenformate für alle Generationen auf dem Programm. „Wir haben gemeinsam überlegt, womit sich jeder von uns einbringen kann“, sagte Georgia Arndt. Und: „Märchen sind immer aktuell, sie gehören zum kulturellen Erbe und wir möchten sie in einem ansprechenden Rahmen präsentieren.

Eveline Grunert präsentierte den Kitakindern „Vom Fischer und seiner Frau“ in Form eines Papiertheaters. Quelle: Christamaria Ruch

Eveline Grunert wählte für das Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ eine nicht alltägliche Erzählform: Hinter Kamishibai steckt ein japanisches Papiertheater. Dabei erzählte Grunert das Märchen frei und holte zur Illustration des Geschehens immer neue Tafeln aus dem Rahmen hervor. Die 17 Vorschulkinder aus der Kita „Haus der kleinen Strolche“ in Heiligengrabe verfolgten aufmerksam das Märchen.

Ausstellung rundet die Märchenwoche ab

Mit „Aaah, ist das schön“ kommentierten sie die farbenprächtigen Bilder. Denn Ilsebill, die unersättliche Frau des Fischers, wohnte schon längst nicht mehr im alten Pott, sondern lebte nun in einem Palast. Und immer, wenn ihr Mann einen ihrer neuen Wünsche dem Butt vortrug, stimmten die Mädchen und Jungen mit Eveline Grunert an: „Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje in der See, myne Frau, de Ilsebill, will nich so, as ik wol will.“ „Märchen sind bei uns immer ein Thema“, sagte Ute Apitz, Erzieherin der Vorschulgruppe.

Abgerundet wird die Märchenwoche von einer entsprechenden Ausstellung. Bücher, Filme, und Hörbücher werden dabei in Szene gesetzt. „Wir haben gestaunt, wie umfangreich unsere Märchensammlung hier im Haus ist“, so Georgia Arndt. Hinzu kommen Märchenfiguren in Form von Aufstellern. „Die gehören sonst immer beim Abendspaziergang im Dezember zur Kulisse“, so Arndt.

Märchenwoche im Überblick

Alle nachfolgend genannten Veranstaltungen stehen Besuchern aller Altersgruppen offen. Darüber hinaus gibt es weitere Angebote am Vormittag für Kitas und Grundschulen.

Dienstag, 21. Februar, um 15 und 16 Uhr: Märchen werden beim Märchenfest frei erzählt. Um 18 Uhr stellt Märchenerzähler Karlheinz Schudt für Erwachsene „Weisheiten der Märchen“ vor – Eintritt dafür 5 Euro.

Mittwoch, 22. Februar, um 15 Uhr läuft beim PC-Club Login die Märchensuche auf Youtube.

Donnerstag, 23. Februar, 15 Uhr: Marion-Etten-Theater mit Grimms schönsten Märchen.

Freitag, 24. Februar, um 14 Uhr: Beim Märchenbingo gibt es Spiele und Aktionen.

Sonnabend, 25. Februar, 10.30 Uhr: Das Bilderbuchkino zeigt „Die sieben Raben.“

Von Christamaria Ruch

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