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Ostprignitz-Ruppin Brillanter Tribut an Santana
Lokales Ostprignitz-Ruppin Brillanter Tribut an Santana
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00:41 14.03.2018
Geballte Power an den Saiten: Gerd Schlüter (l.) hat alles im Griff – auch die legendären Riffs seines Vorbilds Carlos Santana. Quelle: Regine Buddeke
Neuruppin

Er ist ein Gott an der Gitarre – das Musikjournal ’Rolling Stone’ listete Carlos Santana auf Rang 20 der 100 besten Gitarristen aller Zeiten. Nicht nur, dass Santana durch seine mexikanischen Wurzeln den Latin in den Rock brachte – sein Gitarrenspiel ist so einzigartig, dass man oft schon einem Ton anhört, wes Kind er ist. Seine Geheimnisse: das abwechselnde Spiel mit Finger und Plektrum, seine Bendings, bei denen er die Töne bewusst schluderig verzieht und nicht zuletzt sein legendärer Feedback-Effekt, mit dem er den Ton beliebig lange klingen lassen kann. Der Jazz hat seinen Latin-Rock noch zusätzlich geprägt mit Lust an improvisatorischer Verzierung. Kulthits wie Samba pa ti, Soul Sacrifice, Toussaint L’Overture oder Europa beweisen das eindrucksvoll.

Gitarrengott Carlos Santana gehört zu den Besten seiner Zunft. Aber auch die Hamburger Tributeband „Magic of Santana“ hält, was ihr Name verspricht. Gerd Schlüter hat die Technik des Originals weit mehr als nur passabel drauf – sein Spiel ist absolut mitreißend. Original-Santana-Sänger Tony Lindsay und der Rest der vielköpfigen Band lassen den Abend zum Highlight werden.

Die Tributeband ’The Magic of Santana’ hat sich der Herausforderung des großen Vorbilds gestellt- und spart nicht mit den großen Hits der Legende. Vor acht Jahren gründete der Hamburger Gitarrist Gerd Schlüter die Band und macht – das mal vorweg – seine Sache mehr als gut. Und das nun auch in Neuruppin: Gut 300 Santana-Fans sind am Samstag in die Neuruppiner Kulturkirche gekommen, um sich einen Hauch Woodstock-Gefühl um die Nase wehen zu lassen.

Angekündigt sind zwei Originalsänger der Santana-Band: Tony Lindsay, der seit 25 Jahren dabei ist und Alex Ligertwood, der mit Unterbrechungen von 1979 bis 1994 dabei war. Letzterer ist nicht am Start. „Alex liegt mit Mördergrippe im Bett“, erklärt Schlüter mit raubeinigem Rocker-Charme überm glänzenden Anzug, mit verspiegelter Sonnenbrille, Hut und einem cool-schiefen Grinsen. „Er ist 71 – ich hätte ihn sonst von der Bühne tragen müssen. das wollt ihr nicht“, flapst er und lobt: „Geile Location, Hammer!“

Dann legt er los. Hinter ihm die Schlagstation mit stolzen vier Drummern und Percussionisten für die Timbales und Congas, die Basedrum und mehr. Dazu ein zweiter Gitarrist, der mit Stirnband und Hippie-Shirt die Replik zum jungen Carlos Santana ist. Ein Mann am Bass, daneben ein Keyboarder der Extraklasse, den man vom Habitus im Motorradrockermilieu verorten könnte. Und last not least Tony Lindsay, der wie ein Gospelprediger die Menge anheizt und die Band dazu.

„Magic of Santana“ – der Bandname steht für den Inhalt: magisch

Gleich zu Beginn kommt Karibikfeeling auf, schnell ist der Funke übergesprungen – man hat Spaß auf und vor der Bühne. Auf Schlüters Gitarre schweben Vögel zwischen den Bünden – eine gute Metapher für sein veritables Spiel. Genau so flirren seine Finger über die Saiten – kaum dass man ihnen mit dem Auge folgen kann. Klänge voll glasklarer Brillanz, Töne wie Diamant – keine Frage, er beherrscht die Technik. ’Toussaint L’Overture’ – ein bravourös sich hochschraubendes Stück voll Dynamit. ’Somewhere in heaven’: eine getragene Ode auf Raul Rekow, der 36 Jahre mit Santana spielte. Bei ’She’s not there’ lassen die ersten die Hüften kreisen und tanzen. Ein Leckerbissen-Lied.

„Manche Titel waren damals schon gut und sind es heute noch – die Alten können’s eben noch“, schwärmt Hartmut Koch aus Hennigsdorf. Hilmar Schwenke ist ebenfalls begeistert. Der Spandauer kann jeden Titel mitsingen – er hat die Originale ein Dutzend Mal erlebt und lobt Schlüters Spiel. „Ich bin wie in einer Wolke. Wunderbar authentisch. Der echte Santana spielt heute fast zu perfekt.“

Nach der Pause wird noch zugelegt. Ein Wahnsinns Hammond-Orgel-Solo bei ’Aquamarin’, das geniale ’Samba pa ti’, bei der Schlüter wie ein Derwisch alles aus der Gitarre wringt – die Songvorlage als Spielwiese für maximale Improvisation. ’Maria’ begeistert, ’Black Magic Woman’ mäandert zu ’Oye Como Va’ – der Saal steht, tanzt, jubelt. Die Schlagfraktion brilliert in Soli, der Keyboarder wälzt sich bäuchlings auf den Tasten – längst ist ihm die Mütze vom Kopf gefallen. Die Percussion peitscht wie eine Klapperschlange, die Stimmung kocht. ’Soul sacrifice’ ist die erste Zugabe, die zweite ’Make somebody happy’. Ohne Frage: das ist vollauf gelungen.

Von Regine Buddeke

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