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Maibaum steht bis zum Kindertag

Läsikow Maibaum steht bis zum Kindertag

Gemeinsam haben die Läsikower am Sonnabend ihren Maibaum aufgestellt – natürlich nicht ohne ihn zuvor einmal durchs Dorf zu tragen, wie es die Tradition vorsieht. Die Einwohner verfolgten die Aktion begeistert und feierten nebenbei das zehnjährige Bestehen ihres Dorfvereins.

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Der Maibaum musste einmal um die Kirche. So ist es Tradition.

Quelle: Hörmann

Läsikow. Ein Dutzend Männer schultert eine Birke, die zuvor per Tieflader langsam anrollte. Dann macht sich der Baumtross auf den Weg um die Kirche, was bedeutet: einmal durchs Dorf. Jeder kann ihn so sehen, den Maibaum, der nach der Umrundung in einem vorbereiteten Schacht verankert wird, nicht, ohne dass er vorher eine handgebundene Krone mit bunten Bändern angebunden bekam. Wenig später ragt der Ex-Bewohner des nahen Wäldchens auf dem Dorfanger zehn Meter hoch in den Frühlingshimmel, verkeilt und dem frischen Wind überlassen.

Gut gelaunte Zuschauer

Ringsherum freuen sich gut gelaunte Zuschauer über die gelungene „Verpflanzung“. Darunter sind erstaunlich viele Kinder, neugierig, aufgeregt, schwer beeindruckt. Mit den bekannten Ritualen haben die Läsikower am Sonntag den Wonnemonat begrüßt. Das Maibaumstellen bildete dabei nur einen Höhepunkt. Denn dieser 30. April war in dem kleinen Ortsteil der Großgemeinde Wusterhausen ein Feiertag. Seit zehn Jahren gab es schon 2016 den Förderverein „Kirche und Dorf Läsikow“. Der Jahrestag wurde jetzt etwas verspätet gefeiert, zunächst mit der offiziellen Eröffnung eines Boule-Platzes.

Erste Wettbewerbe auf dem neuen Boule-Platz

Das elf mal fünf Meter große Geviert, fachkundig angelegt vom Bauhandwerker Frank Adrian, ist ein Geschenk von Carola Mösch und Manfred Köcher an die Gemeinschaft. Helmut Hehn, kein Geringerer als Berliner Meister mit den Stahlkugeln, erklärte die Regeln und los ging es mit den ersten Wettbewerben. Am Rande fand Ortsvorsteher Burkhard Brandt Zeit, den Dorfverein gebührend zu loben. Auf das Konto seiner Mitglieder gehen unter anderem die Eröffnung des renovierten Gemeindehauses 2006, das Pflanzen einer neuen Eiche, weil die alte im Jahr 2000 einem Sturm unterlag, und weitere Pflanzungen am Ring.

Nächstes Projekt ist die Kirche

Benefiz-Konzerte in der Kirche und immer wieder Feste schweißten das Läsikower Völkchen zusammen und brachten dabei auch Geld ein. Demnächst kann begonnen werden, das Gotteshaus zu sanieren. Die Arbeiten an Mauerwerk, Dach, Elektroanlage und Schallluken werden etwa 60 000 Euro kosten. Wenn nun noch der älteste Spielplatz der Gemeinde Wusterhausen, wie im Rathaus versprochen, saniert wird, sind die Einwohner zufrieden im Rundling. Der schlanke Maibaum mit den Bändern und Wappen soll bis zum Kindertag stehen bleiben. Dann geht es das nächste Mal hoch her im Dorf.

Von Wolfgang Hörmann

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