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Ostprignitz-Ruppin Malerische Zeitreise ins 19. Jahrhundert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Malerische Zeitreise ins 19. Jahrhundert
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17:34 08.03.2016
Das Gemälde zeigt auch das Röbeler Tor. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Ihre Korrespondenz begann bereits im Oktober vergangenen Jahres. Damals hatte Wittstocks Stadthistoriker Wolfgang Dost eine E-Mail aus Frankreich erhalten. Darin unterbreitete ihm ein gewisser Thierry Laget ein interessantes Angebot. „Vielleicht stand Laget in irgendeiner Form mit unserer Triennale in Verbindung“, vermutet Dost einen Bezug des Franzosen zur regelmäßig in Wittstock stattfindenden Kunstausstellung. Dem Anhang seiner Mail hatte Laget die Kopie eines Ölgemäldes hinzugefügt, das offensichtlich die Stadt Wittstock in der Zeit des Biedermeier zeigt. „Er hatte mir zunächst nur eine Hälfte des Bildes zur Ansicht geschickt“, erinnert sich Dost. Womöglich, um die Neugierde der Stadt und ihres Historikers auf das Werk noch zu steigern.

Die Preisvorstellungen des Franzosen für das Gemälde überstiegen jedoch Dosts Erwartungen. „15 000 Euro wollte Laget anfangs für das Bild“, sagt Dost. Im folgenden Schriftverkehr habe er Laget dann überzeugen können, etwas mit dem Preis herunterzugehen. Jetzt stehe das Angebot bei 13 000 Euro zuzüglich Transportkosten. „Das ist immer noch viel zu viel“, moniert Wolfgang Dost. Selbst für die ebenso gelungenen Werke des aus Babitz stammenden bäuerlichen Landschaftsmalers Carl Irmer fielen höchstens 8000 Euro an. Zumal wichtige Informationen zum von Laget offerierten Gemälde im Verborgenen blieben.

Stadt sieht wenig finanziellen Spielraum

So gebe es Dost zufolge keine vernünftige Expertise. Über Maler und Entstehungsjahr könne keine genaue Aussage getroffen werden. „Es war wohl ein deutscher Maler“, vermutet Dost. Auffallend sei die Genauigkeit und Liebe zum Detail. „Ich schätze, dass wir hier Wittstock um das Jahr 1830 sehen“, sagt der Historiker. Dafür spräche unter anderem die biedermeierliche Kleidung abgebildeter Personen.

Eine Besonderheit für die Stadtgeschichte ist das Gemälde laut Dost allemal. Denn darauf sei das Röbeler Tor in Frontalansicht dargestellt. „Solche Abbildungen beweisen, dass es sich dabei lediglich um einen Toreingang handelte“, erklärt Dost. Und nicht, wie lange vermutet, um einen Torturm.

Der Historiker kann sich das Gemälde, wenn sich Stadt und Laget handelseinig werden, gut im Rathaus vorstellen. Doch für den aktuell geforderten Preis scheint ein solches Accessoire nicht ins Budget der Stadt zu passen. „Von dem Geld könnte ich besser einen Spielplatz bauen“, sagt Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann. Überhaupt liege die Priorität für den Kauf des Bildes nicht eben hoch. „Wir werden uns diesbezüglich nicht bewegen“, kündigt Stadtsprecher Jean Dibbert an. Wenn, dann müsse aus Frankreich ein akzeptables Angebot kommen.

Von Christian Bark

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