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Ostprignitz-Ruppin Manager erklären Förderprogramm
Lokales Ostprignitz-Ruppin Manager erklären Förderprogramm
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00:18 18.09.2016
In kleinen Arbeitsgruppen sollten sich die Teilnehmer noch Gedanken zum Fontane-Jahr und zur Landesgartenschau machen. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Vom Fotostudio in Zempow über die Kirchsanierung in Fretzdorf bis hin zur Wiederherrichtung eines historischen Wohnhauses in Zechliner Hütte – in Ostprignitz-Ruppin schwirren jede Menge Projektideen in einer Vielzahl kreativer Köpfe herum. Allerdings bleibt die beste Idee nur ein Traum, wenn für ihre Umsetzung das nötige Kleingeld fehlt. Dafür gibt es im Land verschiedene Förderprogramm, eines davon nennt sich „Leader“ und steht für „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Seit wenigen Monaten kümmert sich wieder ein Regionalmanagement um das Förderprogramm.

Managementteammitglieder stellten das Programm am Dienstagabend in der Aula des Wittstocker Gymnasiums vor, gingen auf die Förderbedingungen ein und beantworteten die Fragen der neugierigen Projektentwickler. Grundsätzlich förderfähig seien Projekte zur Stärkung der regionalen Wirtschaft, Sicherung öffentlicher Einrichtungen der Grundversorgung, Erhaltung und Verbesserung der ländlichen Infrastruktur für die Landwirtschaft und den Tourismus, wie Regionalmanager Frank Baumann erklärte. Steigerung der Lebensqualität in Dörfern und Landstädten sowie Erhalt des Kulturerbes, gehören dazu. „Auch in eine Hausfassade können Fördermittel fließen“, sagte er.

Frank Baumann erklärte das Programm. Quelle: Christian Bark

Das wusste auch Bernhard Schütte, der ein altes Bauernhaus in Zechliner Hütte sanieren will. „Ich habe mein Konzept bereits eingereicht“, sagte der Projektentwickler. Seines ist nur eines von etwa 40 Projekten, die bereits zum ersten Ordnungstermin eingereicht wurden und danach geprüft würden, wie Regionalmanagerin Ingrid Lankenau informierte. An dem Abend hatten sich viele Vertreter von Heimatvereinen unter die Zuhörer gesellt, alle mit dem Ziel, ihre Dorfkirchen umzugestalten oder zu sanieren. „Wir wollen in unsere Kirche einen Gemeinschaftstreff integrieren“, kündigte Marianne Kopp vom Förderverein Fretzdorfer Kirche.

Das Leader-Programm

Das europäische Förderprogramm Leader zielt darauf ab, regionale Akteure bei der Projektrealisierung im ländlichen Raum zu unterstützen.

Rund 22 Millionen Euro standen in der vergangenen Förderperiode zwischen den Jahren 2007 und 2014 für Projekte zur Verfügung. 18,9 Millionen Euro sind es in der aktuellen Förderperiode, die bis 2020 dauern wird.

Der 15. September ist ein erster Einreichungstermin für Projektideen. Nach Einschätzung des Managements soll ein weiterer im November folgen. Pro Jahr sind mindestens zwei Termine angesetzt.

Weitere Informationen
hier.

Für ihr Projekt wollen sie die kostenlose Unterstützung des Managements in Anspruch nehmen. Auf die Frage von Stadtplaner Thomas Jansen aus Heiligengrabe, wie stark denn das Management in die Region eingebunden sei, antwortete Baumann: „Wir kommen da hin, wo man uns braucht.“ Dann könnten Optimierungspunkte der Konzepte besprochen werden. Danach gehe das Konzept zur Vorstandssitzung des Vereins für Regionalentwicklung. Nach positivem Votum müsse in letzter Instanz das Landesamt für Entwicklung und Flurbereinigung über die Förderung entscheiden. Gefördert würden nur Projekte im ländlichen Raum, nicht im städtischen wie beispielsweise in der Kernstadt Neuruppin.

Am Ende der Veranstaltung forderten die Manager die Teilnehmer dazu auf, sich Gedanken über die bevorstehenden Landesgartenschau und Fontanes-Geburtstag zu machen – dabei gab es Ideen für Kirchenrouten bis hin zur Werbung mit richtig guten Fotos.

Von Christian Bark

Was ist arm, was ist reich? Dass es dabei auch aber nicht immer um Geld gehen muss, soll die Fotoausstellung „Armut und Reichtum in Deutschland“ demonstrieren, die derzeit im Wittstocker Wahlkreisbüro der Linken-Landtagsabgeordneten Kirsten Tackmann zu sehen ist.

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Dass jährlich tonnenweise noch genießbare Lebensmittel im Abfall landen, wollte Lea Naether aus Zaatzke nicht hinnehmen. Sie ist dem Netzwerk „Foodsharing“ beigetreten und will künftig den Austausch von Lebensmitteln in der Region etablieren. Dafür sucht die 29-Jährige aktuell noch Mitstreiter, denn bislang findet das Projekt eher in Großstädten größeren Anklang.

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Nun also doch: Auch 2018 soll es in Neuruppin Fontanefestspiele geben. Das war bisher fraglich, weil 2019 die ganze Mark den 200. Geburtstag von Theodor Fontane feiern will. Mit den Festspielen 2018 soll auf dieses Jubiläum eingestimmt werden – mit welchem Konzept, das ist aber noch offen.

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