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Mann glaubt unter Beschuss zu sein

Kyritz Mann glaubt unter Beschuss zu sein

Erneut gab es am Sonnabend in Kyritz einen großen Einsatz der Polizei. In der Nacht hatte sich ein Fußgänger bei der Polizei gemeldet, der nach eigenen Angaben Schüsse gehört hatte, die möglicherweise ihm galten. Die Polizei befragte daraufhin Anwohner und suchte eine Grünfläche nahe der Prignitzer Straße ab.

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Mit einem Messrad „befährt“ ein Polizist die abgesperrte Fläche.

Quelle: Axel Knopf

Kyritz. Ein Fußgänger ist in der Nacht zu Sonnabend in Kyritz in der Prignitzer Straße möglicherweise beschossen worden. Der 21-Jährige meldete sich gegen 0.30 Uhr bei der Polizei, da er Schüsse gehört und einen dunkel gekleideten Mann gesehen habe. Der Mann befürchtete, dass die Schüsse ihm gegolten haben könnten, da zu dieser späten Stunde offenbar nur er allein in dem Gebiet unterwegs war.

Die Polizei leitete daraufhin eine große Suchaktion ein, die bis Samstagnachmittag dauerte. Beamte suchten in dem Gebiet an der Prignitzer Straße nach verdächtigen Personen und Fahrzeugen sowie nach einer möglichen Waffe und Munition. Außerdem wurden Anwohner befragt, ob sie etwas beobachtet oder gehört haben.

Die Polizei war am Samstagvormittag noch vor Ort

Die Polizei war am Samstagvormittag noch vor Ort.

Quelle: Axel Knopf

Intensiv durchkämmten Kriminaltechniker eine Grünfläche zwischen der Prignitzer Straße und der Strüwe­straße. Ein beträchtlicher Teil der Wiese war mit Flatterband abgesperrt. Im Einsatz befand sich auch ein Diensthundeführer mit einem Sprengstoffhund, der nach Munition suchte. „Wir haben weder eine Waffe noch Munition oder Patronenhülsen gefunden“, sagte am Sonnabend Alexander Däumel, der Dienstgruppenleiter der Polizei in Neuruppin auf Nachfrage. Am Nachmittag war der Einsatz beendet worden.

Auch habe sich keine weitere Person gefunden, der Schüsse hörte, sagte der Dienstgruppenleiter. Deshalb bestünden Zweifel an den Angaben des Zeugens. Allerdings ließe sich auch nichts ausschließen. Möglicherweise habe es sich auch um Pyrotechnik gehandelt, die der 21-Jährige als Schüsse wahrnahm.

Am 1. Januar schoss ein Unbekannter auf Autos

Die Polizei ist nach den Vorfällen am Neujahrsabend in Kyritz besonders sensibilisiert. In der Johann-Sebastian-Bach-Straße hatte am 1. Januar ein Unbekannter am Kirchplatz auf diverse Fahrzeuge geschossen. Diese Schüsse galten möglicherweise zwei Männern türkischer Herkunft, die in der Bachstraße einen Döner-Imbiss betreiben. Ob es eine Verbindung zwischen den Vorfällen vom Sonnabend und vom Neujahrstag gibt ist unklar. Auf jeden Fall handele es sich laut Polizei bei dem 21-Jährigen, der sich nun beschossen fühlte, um keinen der beiden Imbissbetreiber.

Am Freitag, 5. Januar, hatte in der Kyritzer Innenstadt ein weiterer Polizeieinsatz für Aufsehen gesorgt, der möglicherweise im Zusammenhang mit den Schüssen vom Neujahrstag stand. Eine Zeugin, die direkt am Marktplatz wohnt, erklärte, in der Nacht Schüsse gehört zu haben. Die Polizei entsendete daraufhin sofort Beamte, die nicht nur die Zeugin, sondern auch Anwohner befragten. Am 5. Januar suchten Beamte den gesamten Markt ab und nahmen auf der Suche nach Einschusslöchern auch Häuserfasaden unter die Lupe. Die Feuerwehr hatte dafür mit ihrer Drehleiter Amtshilfe geleistet.

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Von Axel Knopf

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