Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Marianne Schäfer strickt für den Mieternachwuchs

Wittstock Marianne Schäfer strickt für den Mieternachwuchs

Die 85-jährige Marianne Schäfer strickt seit ihrer Kindheit und liebt dieses Hobby. Seit drei Jahren strickt sie für den guten Zweck, denn die jüngsten Mieter werden bei der bei der Wittstocker Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) auch mit Babysocken begrüßt. Die WBG griff diese Idee vom Netzwerk für gesunde Kinder auf.

Voriger Artikel
Vermieter zeichnet Mieter aus
Nächster Artikel
Reichsbürger festgenommen

Marianne Schäfer strickt seit drei Jahren Babysocken für die Babys anderer Leute – einfach aus Freude.

Quelle: Christamaria Ruch

Wittstock. Auf die Plätze, fertig, los. Wenn Marianne Schäfer aus Wittstock ihre Stricknadeln hervorholt, die Wolle um den Finger wickelt und dann Masche an Masche reiht, fühlt sie sich wohl.

Wolle in blau oder rosa gehören immer wieder zu den Favoriten. Denn Marianne Schäfer strickt Socken für den guten Zweck. Alle Neugeborenen, deren Eltern Mieter bei der Wittstocker Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) sind, erhalten als Willkommensgruß diese handgefertigten Socken.

„Ich stricke seit meiner Kindheit sehr gerne“, sagt die 85-jährige Marianne Schäfer. Egal ob sie Schals, Mützen, Pullover, Westen oder Röcke aus Wolle anfertigt, sie geht diesem Hobby mit Ausdauer nach. Doch am meisten macht sie anderen mit ihren Wollsocken eine Freude.

Ganz genau weiß sie, wann sie mit welchen der fünf Nadeln den Faden aufnehmen muss. „Immer wieder höre ich, dass andere beim Stricken Probleme mit dem Socken hacken haben, aber mir gelingt das problemlos“, sagt Marianne Schäfer. Babywolle verwandelt sie in wenigen Stunden in winzige Socken. „Auf der Couch sitze ich am liebsten, wenn ich stricke“, sagt Schäfer.

Mit den handgestrickten Babysöckchen begrüßt WBG ihre jüngsten Mieter

Mit den handgestrickten Babysöckchen begrüßt WBG ihre jüngsten Mieter.

Quelle: Christamaria Ruch

„Vor drei Jahren habe ich Marianne Schäfer angesprochen und seitdem hat sie schon viele Socken für die Babys in unseren Wohngebieten gestrickt“, sagt Angelika Hohndorf, Sozialarbeiterin bei der WBG. Die Idee vom wolligen Willkommensgruß für die Babys bei der WBG ist allerdings schon älter. Das Netzwerk für gesunde Kinder stieß schon eher diese Aktion an ,und Familienpaten überreichten dann den frisch gebackenen Eltern Socken für ihre Sprösslinge. Dann ging der Staffelstab an Marianne Schäfer, und immer wieder klingelt Angelika Hohndorf bei ihr an der Wohnungstür und holt neue Socken ab. Am Dienstagabend erhielt die Seniorin wieder ein öffentliches Dankeschön im Rahmen der WBG-Weihnachtsfeier.

„Ich achte immer wieder darauf, ob andere Selbstgestricktes tragen“, sagt Marianne Schäfer. Doch die Zeiten haben sich gewandelt: Gehörte Stricken noch vor einigen Jahrzehnten wegen der Mangelwirtschaft zum Selbstverständnis, spielt dieses Hobby heute nur noch eine eher untergeordnete Rolle. „Kaum jemand möchte noch selbst gestrickte Pullover, aber Socken sind nach wie vor gefragt“, beobachtet die 85-Jährige.

Von Christamaria Ruch

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg