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Ostprignitz-Ruppin Marienkäfer-Flieger auf Abwegen in Wittstock
Lokales Ostprignitz-Ruppin Marienkäfer-Flieger auf Abwegen in Wittstock
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02:15 07.10.2015
Nach einigen Anläufen stieg die Biene von Mira Eisenberger 190 Meter hoch. Quelle: Madlen Wirtz
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Wittstock

Marienkäfer, Biene und Adler triumphierten am Sonnabend am Himmel über Wittstock. Obwohl diese Insekten und der König der Lüfte in diesem Falle keine echten Tiere waren, sondern Drachen bewiesen sie aber sehr deutlich, dass der fliegen kann, der schließlich Flügel hat. Und bei der 6. Drachenmeisterschaft waren sie am höchsten aufgestiegen. Allzu lange konnte man sie dort oben jedoch nicht bestaunen.

Lass deinen Drachen steigen. Quelle: Madlen Wirtz

Die ohnehin schon kleinen Drachen erschienen in über 180 Metern Höhe nur noch punktgroß und die darauf abgebildeten Motive verschwammen im Gegenlicht.

Wie gut, dass der Vermessungstechniker Gordon Knebel vom Vermessungsbüro Krause aus Pritzwalk vor Ort war. Durch die Linsen in seinem Gerät nahm er die höchsten Drachen in Augenschein. Unterstützt wurde er dabei von Bernd Weißhahn, der sich 21 Meter weit entfernt mit der Messlatte an der Waldkante, direkt unter die jeweils auserkorenen Drachen positionierte. Gordon Knebel peilte erst die Messlatte an und zog anschließend sein Messgerät in Richtung des Drachen. „Der Adler ist 185 Meter hoch“, sagte der Vermessungstechniker sehr erstaunt. Es wurde noch spannender. Einen Kopf-an-Kopf-Flug lieferten sich die Biene und der Marienkäfer. Hin und wieder wurde es zwischen den beiden turbulent, so dass sich die Schnüre mehrmals kreuzten. In 190 Metern Höhe hatte sich die Biene dann einen festen Platz gesichert. Der Marienkäfer verschaffte sich auf 193 Metern Höhe über allen anderen einen Überblick.

Vermesser Gordon Knebel maß die Höhe der Drachen. Quelle: Madlen Wirtz

Dann tanzte der Marienkäfer völlig aus der Reihe: Als die Besitzerin Marieke Klahn aus Wittstock ihren Drachen mit dem Glückskäfer darauf einholen wollte und an der Schnur zog, zuckte dieser hektisch und verschwand. Mariekes Mutter, Stefanie, half tatkräftig beim Suchen mit. Beim Aufwickeln der Schnur fand sie das eine Ende etwa auf halber Strecke im Gras liegen. Vom anderen Teil mit dem Käfer fehlt jede Spur. Selbst im Waldstück war der Drachen nicht aufzufinden. Zwar mit der Siegprämie von 70 Euro in der Hand, aber ohne ihren Siegerdrachen kehrte das Wittstocker Mädchen nach Hause. Marieke nahm erste Mals an der Drachenmeisterschaft teil. Voriges Jahr startete sie außer der Wertung. „Da kamen wir zur spät zur Anmeldung“, sagte Mariekes Mutter Stefanie Klahn.

Marieke Klahn aus Wittstock gewann den ersten Preis für den höchsten Drachen, verlor aber ihr Flugobjekt mit dem Marienkäfer. Quelle: Madlen Wirtz

Rund 1200 Besucher hatte die diesjährige Drachenmeisterschaft am Bauhofweg dem Veranstalter Werner Bienert beschert. „Das ist wieder ein Rekord. Die Zahl der Besucher ist von Jahr zu gewachsen“, sagt Bienert. Auch wenn die meisten Drachen am Boden blieben, weil sie zu groß, zu wuchtig und zu schwer für den lauen Wind waren, so konnten sich Kinder und Erwachsene an zahlreiche andere Attraktionen beteiligen. Viele Besucher wollte sich Wittstock und die schöne Landschaft einmal von oben ansehen. Diese seltene Gelegenheit konnten höhenverträgliche Besucher in eine Gondel nutzen, die von einem Kran 40 Meter hoch gehievt wurde.

Von Madlen Wirtz

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