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Ostprignitz-Ruppin „Marktschänke“ lässt aufhorchen
Lokales Ostprignitz-Ruppin „Marktschänke“ lässt aufhorchen
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00:19 10.08.2017
Seit über zweieinhalb Jahren ist die Toreinfahrt zur „Marktschänke“ nun schon verschlossen, aber nicht mehr lange. Quelle: Alexander Beckmann
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Kyritz

Seit gut zweieinhalb Jahren herrscht Ruhe in der ehemaligen „Marktschänke“ am Kyritz Marktplatz 8. Nun soll wieder Leben ins Erdgeschoss des Fachwerkhauses einziehen. Eines steht dabei längst fest: Gastronomie wird es nicht wieder sein.

Seit Monaten laufen die Umbauarbeiten in den einstigen Gaststättenräumen. Zettel an den Fenstern weisen schon jetzt darauf hin: „Hier entsteht ein HörPartner Fachgeschäft.“

Der Umbau ist weit fortgeschritten

Voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen will Dustin Goldau seinen Laden in der „Marktschänke“ eröffnen. „Das hängt auch ein bisschen vom Denkmalschutz ab“, erklärt der Hörakustiker, der seit rund vier Jahren einen Teil eines Optikergeschäfts in der Hamburger Straße als Filiale nutzt. Derzeit bereitet ihm wohl vor allem das Ladenschild an der denkmalgeschützten Fachwerkfassade noch Kopfzerbrechen.

Trotzdem ist Goldau über den neuen Laden ausgesprochen froh: „Ich habe schon länger nach Geschäftsräumen gesucht. Das hier ist alles ein bisschen eng geworden.“ Am neuen Standort hat er inzwischen unter anderem einen schallgedämmten Raum für Hörtests installieren lassen. Von der einstigen Restaurantausstattung blieb damit allerdings nichts übrig.

Die „Marktschänke Pfeifer“ war über Jahrzehnte eine feste Größe am Marktplatz. Sie zählte zu den beliebtesten Speisegaststätten der Stadt. Manfred Pfeifer leitete das Lokal der DDR-Handelsorganisation (HO) ab 1974 und verstand es schon damals, dem Geschmack seiner Gäste zu entsprechen. 1990, mit dem Ende der HO, machte sich Manfred Pfeifer mit dem Lokal selbstständig. Wenig später stieg Tochter Andrea mit ein, die das Lokal 2001 übernahm und gemeinsam mit Ehemann Holger Wendt bis Ende 2014 weiterführte.

Nachfolger fanden sich nicht

Vor allem gesundheitliche Probleme bedeuteten am Ende das Aus für die Familiengeschichte der „Marktschänke“. Das bedauerten sehr viele Kyritzer – allen voran der Kyritzer Skatclub „Reizende Buben“, den Manfred Pfeifer viele Jahre geleitet hatte und der sich nun ein neues Stammlokal suchen musste.

Ein Nachfolger für den weiteren Betrieb der Gaststätte fand sich nicht. Die Räume am Marktplatz blieben lange Zeit ungenutzt. Nur kurzzeitig dienten sie einmal zum „Tag des offenen Ateliers“ als Ausstellungsräume für Kunst. Zumindest der Leerstand wird demnächst nun eine Ende haben.

Von Alexander Beckmann

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