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Ostprignitz-Ruppin Markus Lüpertz berauscht die Pfarrkirche
Lokales Ostprignitz-Ruppin Markus Lüpertz berauscht die Pfarrkirche
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02:15 14.06.2017
Markus Lüpertz genoss nach dem berauschenden Konzert die Zuneigung seiner nicht nur weiblichen Fans. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Mit einem berauschenden Free-Jazz-Konzert ist am Sonntagnachmittag in Neuruppins Pfarrkirche eine Ausstellung mit Werken von Markus Lüpertz eröffnet worden. Das Besondere daran: Lüpertz, der am Morgen noch in Venedig war, überzeugte bei dem Konzert mit seiner Band TTT, mal wild, mal melodiös, am Piano.

Der 76-Jährige gilt als einer der bekanntesten deutschen Künstler der Gegenwart. Werke von dem langjährigen Rektor der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf, der als Maler, Grafiker und Bildhauer für Aufsehen sorgt, sind in vielen deutschen Städten und selbst im Bundeskanzleramt in Berlin zu sehen. Entsprechend angetan zeigte sich Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin). Er sprach von „einer besonderen Ehre für Neuruppin“, dass Lüpertz zur Eröffnung der Ausstellung in die Pfarrkirche gekommen und zudem auch noch am Piano zu erleben sei – an der Seite seiner Musikerkollegen von TTT Frank Wollny (Bass), Gerd Dudek (Saxofon), Karl Degenhardt (Drums) und Benjamin Weiskamp (Klarinette).

Markus Lüpertz’ Ausstellung in der Pfarrkirche Neuruppin Quelle: Andreas Vogel

Dank an das Kunsthaus Lübeck

Möglich wurde dies durch die erneute Zusammenarbeit von Neuruppins Kulturmanager Andreas­ Vockrodt mit dem Kunsthaus in Lübeck (Schleswig-Holstein). Mit Hilfe des Kunsthauses waren auch schon der Pop-Art-Künstler Moritz Götze und Armin Mueller-Stahl mit seinem bildkünstlerischen Werk in die Fontanestadt geholt worden. Nun also sind einige Werke von Lüpertz in der Pfarrkirche zu sehen. Im Mittelpunkt steht dabei ein Zyklus von 20 Arbeiten, in denen sich Lüpertz mit Werken von Karl Friedrich Schinkel auseinander setzt, dem preußischen Baumeister, der aus Neuruppin stammt. Zudem sind in der Pfarrkirche Zeichnungen und Originalgrafiken zu den Themen Musik und Menschen zu sehen. Die Kunst von Lüpertz suche die Überraschung, sagte der Kunstkritiker Stefan Skowron. Kunst solle immer ein Angebot sein und nicht allein zeigen, wie die Welt ist.

Die Ausstellung kann bis zum 9. September besichtigt werden.

Markus Lüpertz in der Pfarrkirche. Quelle: Andreas Vogel

Von Andreas Vogel

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