Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Regen

Navigation:
Marode Kirche: Oben kommt alles in Ordnung

Buskow Marode Kirche: Oben kommt alles in Ordnung

Zimmerleute sorgen in diesen Wochen dafür, dass die Kirche von Buskow endlich wieder ein sicheres Dach bekommt. Für rund 400 000 Euro lässt die Gemeinde das Haus sanieren. Der Turm war schon 2014 an der Reihe, jetzt folgt das Schiff der 800 Jahre alten Dorfkirche.

Buskow 52.8659196 12.8069357
Google Map of 52.8659196,12.8069357
Buskow Mehr Infos
Nächster Artikel
Feuerwehr auf Werbetour

Die Dorfkirche von Buskow ist rundherum eingerüstet. Der 2014 sanierte Turm muss nun noch nachgearbeitet werden. In diesem Jahr widmen sich die Bauarbeiter aber vor allem dem Kirchenschiff aus dem 13. Jahrhundert.

Quelle: Peter Geisler

Buskow. Wenn der Storch Glück bringt, dann hat die Buskower Kirche doppeltes. Gleich zwei der Rotschnäbel haben es sich auf dem First des Kirchenschiffs bequem gemacht. Dass rundherum Baugerüste stehen, scheint sie nicht im Geringsten zu stören. Auch nicht der Zustand des Daches.

Der ist inzwischen schon wieder viel besser als vor einigen Monaten. Zimmerleute sind gerade dabei, die schlimmsten Schäden zu beseitigen. An Dutzenden Stellen des alten Dachstuhls schimmert inzwischen das helle Braun neuer Balken und Bohlen durch. „Wir hatten hier wirklich schwere Schäden“, sagt Ute Feuerstack. Die Pfarrerin aus Wustrau betreut die Sanierungsarbeiten an der Buskower Kirche.

Seit 2013 sind Handwerker dabei, das alte Haus wieder auf Vordermann zu bringen. Im ersten Abschnitt war der Turm an der Reihe. Der war in einem wirklich miserablem Zustand und musste ganz dringend saniert werden. Die gesamte Dachkonstruktion wurde erneuert, das Ständewerk im Inneren stabilisiert und gesichert, alles neu verputzt und gestrichen.

Am Turm muss noch einmal nachgebessert werden

Rund 200 000 Euro haben die Arbeiten in diesem ersten Bau­abschnitt gekostet, 2014 waren sie beendet. Oder besser: Sollten sie beendet sein.

Im Mai dieses Jahres hat die Kirchengemeinde Protzen, Wustrau-Radensleben, zu der auch Buskow gehört, grünes Licht für den zweiten Bauabschnitt gegeben. Eigentlich umfasst der vor allem das Kirchenschiff. Trotzdem ist jetzt auch der Turm wieder eingerüstet. „Das sind Regressarbeiten“, sagt Ute Feuerstack. Schon wenige Monate nach der Fertigstellung des Turmes 2014 hatten sich Teile der Fassade gelöst und waren auf den Boden gestürzt. Zur Sicherheit hat die Gemeinde rund um den Kirchturm Absperrband gezogen, damit ja niemand dem Gebäude zu nahe kommt und ihm vielleicht noch eines der Teile auf den Kopf fällt.

Der Storch lässt sich von den Bauarbeiten nicht beeindrucken

Der Storch lässt sich von den Bauarbeiten nicht beeindrucken

Quelle: Peter Geisler

Die Fassadenelemente an den Ecken, rund um die Fenster und Schallluken waren offensichtlich nicht so befestigt worden, wie es sich gehört. Das wird jetzt alles noch einmal richtig gemacht.

Im Altarraum wird die Decke von Gerüsten gestützt

Parallel dazu kümmern sich Zimmerleute um das Dach des Kirchenschiffs. An der Traufe wurden schon etliche Teile ausgetauscht, im Dachstuhl sowieso. Baugerüste füllen den gesamten Altarraum aus und stützen die Decke von unten. Die Arbeiten am Dachstuhl sind so umfangreich, dass ohne die Stütze womöglich Gefahr für die Decke bestanden hätte. Über Jahre war Feuchtigkeit in das Gebäude gedrungen und hatte Schäden hinterlassen. Auch die müssen jetzt beseitigt werden. Bis zum Jahresende werden die Arbeiten sicher noch dauern. Die Gemeinde hat dafür noch einmal dieselbe Summe eingeplant wie für den ersten Bau­abschnitt.

Im Dachstuhl mussten vielen Balken ausgetauscht werden

Im Dachstuhl mussten vielen Balken ausgetauscht werden

Quelle: Reyk Grunow

Der Kirchenkreis, das Land Brandenburg und die Stadt Neuruppin sind beteiligt. Ohne diese Unterstützung wäre der Bau nie möglich gewesen. Zusammen wird die Sanierung rund 400 000 Euro kosten – ein riesiger Batzen für eine so winzige Gemeinde wie die in Buskow. „Aber dafür haben wir hoffentlich auch die nächsten hundert Jahre Ruhe“, sagt Ute Feuerstack.

Wenn die Bauarbeiten beendet sind, ist im nächsten Jahr ein festlicher Gottesdienst in der denkmalgeschützten Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert geplant.

Von Reyk Grunow

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg