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Ostprignitz-Ruppin Martin Luther im Fernesehen der DDR
Lokales Ostprignitz-Ruppin Martin Luther im Fernesehen der DDR
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00:17 19.07.2017
Pfarrerin Susanne Graap begrüßt die Dramaturgin Heide Hess und Joachim Heise vom Institut für vergleichende Staat-Kirche-Forschung. Quelle: CorneliaFelsch
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Neuruppin

Eigentlich sollte der Film über den Reformator Martin Luther, der 1983 über die DDR-Bildschirme flimmerte, eine Serie werden – fünf Teile blieben schließlich übrig. Die Dramaturgin des Filmes, Heide Hess, war am Freitag gemeinsam mit Joachim Heise, dem Leiter des Berliner Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung in der Neuruppiner Klosterkirche zu Gast. Eingeladen hatte die Neuruppiner Kirchengemeinde. Sie eröffnete am Abend eine Ausstellung zum Film.

Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen. Der Thesenanschlag in Wittenberg gilt als Beginn der Reformation. Am 500. Geburtstag des Reformators im Jahr 1983 kam auch die DDR nicht vorbei. Der ungewöhnliche Aufwand, den die Genossen damals betrieben, versetzte allerdings Christen und Nichtchristen sowie Politiker aus dem In- und Ausland in Erstaunen. Das Institut für vergleichende Staat-Kirche-Forschung in Berlin nahm die ungewöhnliche Luther-Ehrung im Jahr 1983 genauer unter die Lupe. Was sich damals auf der politischen Bühne abspielte, können Interessierte im Buch „Luther und die DDR“ nachlesen.

Wie es bei den Dreharbeiten zuging, darüber sprach Joachim Heise am Freitag mit der Dramaturgin Heide Hess. Die 74-Jährige, die nach der Wende als Redaktionsleiterin im ZDF arbeitete, erinnert sich noch an viele Details und Auseinandersetzungen die es im Laufe der Dreharbeiten gab. Sie schwärmte von den großartigen Darstellern, vor allem vom Luther-Darsteller Ulrich Thein. „Ich habe noch nie einen Schauspieler erlebt, der so intensiv an seiner Rolle arbeitete“, sagte sie. Dass so viele großartige Darsteller für diesen Film gewonnen werden konnten, hing nach Aussage der Dramaturgin damit zusammen, dass zu Drehzeiten das Deutsche Theater renoviert wurde. Die Dreharbeiten wurden vom Politbüro genauestens beobachtet, denn man wollte einen Spielfilm für Werktätige und nicht für Theologen. Kritisiert wurde vor allem Frank Lienert als Thomas Müntzer. Er trat als Bauernführer nicht revolutionär genug in Erscheinung.

Die Ausstellung„Martin Luther in Film und Fernsehen der DDR“, die bis zum 1. September in der Klosterkirche zu sehen ist, zeigt Filmplakate, Zeichnungen und Grafiken, die während der Dreharbeiten entstanden sind.

Von Cornelia Felsch

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