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Ostprignitz-Ruppin Matinee für Eva Strittmatter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Matinee für Eva Strittmatter
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00:32 28.02.2018
Matinee zu Ehren Eva Strittmatters im Festsaal der Ruppiner Kliniken Quelle: Stephanie Fedders
Neuruppin

Am Ende gab es nicht nur Applaus für die Mitwirkenden der Matinee zu Ehren von Eva Strittmatter am Sonntag im großen Saal der Ruppiner Kliniken. Es gab auch einen Strauß Blumen – aber nicht passend zum Leitmotiv des Vormittags, der Rose. Stattdessen Tulpen.

So vielfältig, wie sich die Natur verschenken lässt, so vielfältig war bei der Matinee auch die Begegnung mit der Dichterin und Schriftstellerin, die am 8. Februar 1930 als Eva Braun in Neuruppin zur Welt kam. Die fünfte Matinee in ihrer Geburtsstadt – alle zwei Jahre organisiert vom A-cappella-Chor – zeigte einmal mehr, dass es nicht nur die klassische Rezitation Strittmatter’scher Gedichte sein muss. Obwohl hier Christel Weimar erneut bewies, dass sie sich mit Leib und Seele der Lyrik hingibt und die Zeilen so vorträgt, dass die Motive ganz automatisch Bilder im Kopf erzeugen.

Die Rezitatorin Christel Weimar. Quelle: Stephanie Fedders

Auch die Vertonung bekannter Werke der 2011 gestorbenen Dichterin hatte ihren Reiz. Altistin Isabel Felgenhauer sang „Ich mach ein Lied aus Stille“, begleitet am Klavier von Alexandra Rossmann. Und der Chor unter der Leitung von Hans-Peter Schurz griff Strittmatters Erinnerung an ihre Geburtsstadt Neuruppin auf, verewigt in „Rotdorn meiner Kinderjahre“. Es erklang am Anfang der Matinee und dann noch einmal zum Schluss – eine schöner Rahmen für die Veranstaltung. Chormitglied Thomas Heise widmete sich am Klavier den Fantasien von Johannes Brahms.

Kontrast brachte der Laudator Karl-Heinz Götz in die 70-minütige Unterhaltung. In seinem Beitrag hatte die Poesie Pause. Er blickte zurück auf die Feierstunde am 8. Fe­bruar zu Ehren des 88. Geburtstages von Eva Strittmatter, die erstmals in der restaurierten St.-Georg-Kapelle in Neuruppin stattfand.

Die Abgeschiedenheit beflügelte ihr Schaffen

Das hätte dem Stadtmenschen gefallen, war sich Götz sicher, der daran erinnerte, wie schwer sich die Wahl-Berlinerin über viele Jahre in ihrem Wohnort Schulzenhof tat. Sie sah es als „Rückzugssrefugium“, erzählte Götz, „musste dann aber mit ansehen, wie ihr Mann Schulzenhof zu seinem Lebensmittelpunkt auserkor“. Doch gerade die Abgeschiedenheit auf dem Land beflügelte Eva Strittmatters Schaffenskraft. Freude und Leid, Zeile für Zeile verarbeitet und für die Ewigkeit festgehalten. Die Liebe, die Natur – berühmte Motive in „Die eine Rose überwältigt alles“.

Der Laudator Karl-Heinz Götz. Quelle: Stephanie Fedders

In zwei Jahren könnte die nächste Matinee stattfinden. Vielleicht vor einem jüngeren Publikum? Die nächste Generation fehlte am Sonntag. „Es ist schwer, die Jugend für Gedichte zu begeistern, das wird heute nicht mehr vermittelt“, vermutet Christel Weimar. Bleibt es dabei, wäre die Lyrik eines Tages wohl so vergänglich wie die Rosen im Garten von Schulzenhof.

Von Stephanie Fedders

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