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Ostprignitz-Ruppin Mauer in der Dosse wurde gestutzt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mauer in der Dosse wurde gestutzt
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17:55 13.08.2014
Die Mauer in der Dosse unterhalb des Wehres Hohenofen wurde um einige Zentimeter gestutzt. Quelle: Matthias Anke
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Hohenofen/Koppenbrück

Glaube versetzt Berge. Und Wissen versetzt Wehre. Das lässt sich jetzt getrost behaupten, da angesichts des Wissens um die schlechten Aufstiegschancen der Fische von der Havel bis in die hintersten Zweige von Dosse und Jäglitz keine Mühe gescheut wird, beide Flüsse passierbar zu machen. Schließlich wird derzeit das Jäglitz-Wehr Koppenbrück deshalb nicht einfach nur umgebaut, sondern um 20 Meter stromaufwärts versetzt neu errichtet samt drumherum führendem, neuen Fischpass.

Ähnlich der Aufwand in Hohenofen: Damit es dort nicht nur Forellen oder Döbel, sondern auch sogenannte schwimmschwache Fische wie Quappen oder Neunaugen bis zu der bereits neben dem Wehr vorhandenen Fischtreppe schaffen, wurde das Flussbett unterhalb dieser Anlage zweigeteilt. Der Wasserdruck hat sich dadurch einseitig verringert. Doch dieses neue Bauwerk erinnerte die Dorfbewohner wegen seiner Beton-Elemente vielmehr an die Berliner Mauer im Miniaturformat. Und es erregte im Mai den Protest der Hohenofener - wor allem deshalb, weil sie sich vor vollendete Tatsachen gestellt sahen. Auf sie wirkte die Ansicht ihres Flusses verschandelt.

Anwohner können mit dem Kompromiss leben

Das Landesumweltamt reagierte prompt mit einem Kompromiss. "Wir sind zufrieden, dass reagiert wurde und können mit dem, was da jetzt ist, leben", sagt Hermann Haacke, der Bürgermeister von Sieversdorf-Hohenofen.

"Die Mauer wurde jetzt von oben her eingekürzt und neu versiegelt", sagt Gernot Elftmann, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbands Dosse-Jäglitz. Über den Verband werden in der Region entlang Dosse und Jäglitz sämtliche Wehrneubauten mit Fischpässen versehen, und zwar im Auftrag des Landes Brandenburg. Denn den Fischaufstieg bis in die hintersten Laichgründe zu ermöglichen, schreibt die EU-Wasserrahmenrichtlinie vor. Oft aber sind die Anlagen ohnehin baufällig. Das Land reichte und reicht deshalb Geld aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium und dem "europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums" weiter. Schließlich sind die Wehre für die Wasserstandsregulierung und damit für die Landwirtschaft wichtig.

Von Matthias Anke

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