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Maulbeerwalde: Neue Photovoltaikanlage

Bauprojekt zugestimmt Maulbeerwalde: Neue Photovoltaikanlage

Auf einer Fläche von knapp 19 Hektar soll bei Maulbeerwalde Energie aus der Sonne gewonnen werden. Der Heiligengraber Bauausschuss stimmte dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan am Dienstagabend zu.

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Bei der Präsentation der Pläne in Heiligengrabe.

Quelle: Björn Wagener

Maulbeerwalde. Der grüne Strom könnte schon bald fließen: Der Ausschuss für Bau, Verkehr und Landwirtschaft der Gemeinde Heiligengrabe hat am Dienstagabend dem Projekt der Firma Green Energy 3000 zugestimmt. Die Leipziger Projektierungsgesellschaft für Windkraft und Photovoltaikanlagen will entlang der Autobahn bei Maulbeerwalde auf einer Fläche von 18,9 Hektar künftig Strom aus der Sonne gewinnen.

Brandschutz im Fokus

Nachdem der Vorentwurf für das Projekt bereits vom 4. Januar bis 5. Februar ausgelegt worden war, ging es nun darum, abzuwägen, ob Änderungen berücksichtigt werden müssten. Tatsächlich gab es während des Auslegungszeitraum einige Hinweise, die jedoch nicht das Bauprojekt als Ganzes gefährden, sondern lediglich zu Modifizierungen führen. So habe der Landkreis Brandschutzauflagen vorgebracht. Das Modulfeld müsse für Feuerwehr-Fahrzeuge gut zu erreichen sein und über eine Wendemöglichkeit verfügen. Auch die ausreichende Löschwasserversorgung sei nötig, sagte Bauamtsleiterin Andrea Asse. Zudem habe die Forst auf einen fünf Meter breiten Brandschutzstreifen Wert gelegt, weil die künftige Anlage im Osten an einen mehr als 100-jährigen Kiefernbestand grenzen wird. Veränderungen dieser Art hätten dazu geführt, dass sich der Geltungsbereich des Bebauungsplanes leicht erweitert habe. Das habe laut Andrea Asse aber keinen Einfluss auf die vorgesehene Anzahl von gut 38 000 Modulen. Der erzeugte Strom solle über ein 80 Zentimeter tief liegendes Erdkabel abgeleitet und ins Netz der Edis eingespeist werden.

Blühfläche als Ausgleich

Bettina Falland von Energy 3000 stellte den Ausschussmitgliedern das Vorhaben detailliert vor. Zwar seien auf der geplanten Fläche geschützte Tierarten wie Neuntöter, Feldsperling oder Zauneidechse festgestellt worden, aber deren Lebensräume kollidierten nicht mit dem Vorhaben, sondern lägen lediglich in Randbereichen. Energy 3000 werde zudem eine rund 4000 Quadratmeter große „Blühfläche“ schaffen – als Ausgleich für den Biotopverlust und Ersatz für Ruhestätten von Bodenbrütern.

Noch nicht ganz geklärt sei allerdings der Neigungswinkel der Module, sagte Bettina Falland. Denn laut einem Gutachten könnten Kraftfahrer auf der Autobahn unter Umständen geblendet werden. Die Firma hoffe, dieses Problem mit einer möglichst optimalen Einstellung beseitigen zu können, „damit wir ohne eine Hecke auskommen“, so Bettina Falland im Hinblick auf die zusätzlichen Kosten, die eine Bepflanzung verursachen würde.

Wenn die Gemeindevertreter dem Bauprojekt auf ihrer nächsten Sitzung am 7. Juni zustimmen, erfolgt eine weitere Auslegung mit Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Eventuell könnte noch in diesem Jahr Baubeginn sein.

Von Björn Wagener

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