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Ostprignitz-Ruppin Maulkorb für Kurzzeit-Rheinsberger
Lokales Ostprignitz-Ruppin Maulkorb für Kurzzeit-Rheinsberger
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00:18 19.02.2016
Der Weg in Richtung der Klinik wird nicht an erster Stelle beräumt. Das öffentlich zu kritisieren in einer Stadtverordnetenversammlung steht nur Stadtvertretern oder Einwohnern der Kommune zu. Quelle: Andreas Vogel
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Rheinsberg

Wer zeitweise in Rheinsberg weilt, darf nicht davon ausgehen, dass er von den Stadtvertretern angehört wird. Diese Erfahrung musste ein Patient der Reha-Klinik Hohenelse machen. Er wollte sich bei den Stadtverordneten beschweren, weil der Fußweg von der Klinik entlang der B 122 unlängst nicht beräumt und voller Matsch, Schnee und Eis war. Er habe sich richtig durchkämpfen müssen, um in die Kernstadt zu gelangen. Auf diese Weise würden die Rekonvaleszenten vom Kulturleben ausgeschlossen, obwohl auch bei ihnen die Kurtaxe fällig wird.

Allerdings ließ Stadtverordnetenvorsteher Walter Luy (CDU) den Mann in der Einwohnerfragestunde nicht zu Wort kommen. Luy berief sich auf die Geschäftsordnung und die Kommunalverfassung, laut der Ortsfremden ein solches Recht nicht zustehe.

Die strenge Auslegung des Paragrafenwerks erregte Unmut bei den Zuschauern, die das Verhalten als „Kindergarten“ bezeichneten. BVB/Freie Wähler/FDP versuchte Luy umzustimmen. Auch SPD-Frau Marion Grefrath appellierte an den Vorsteher: „Lassen Sie den Mann zu Wort kommen. Es tut uns doch nicht weh“. Bürgermeister Jan-Pieter Rau schlug vor, dass man einen solchen Fall bei der Überarbeitung der Geschäftsordnung berücksichtigen könnte und künftig zumindest die Anhörung von denjenigen zulassen, die sich wie die Hohenelse-Patienten längere Zeit in Rheinsberg aufhalten.

Rau gab später zu, dass der Weg bei der Räumung tatsächlich keine Priorität habe, da zuerst wichtigere Straßen von Schnee befreit werden müssen. Immerhin weise die Stadt mit dem Schild „Kein Winterdienst“ darauf hin.

Von Celina Aniol

Noch als Student kam Christopher Lehmpfuhl 1997 nach Rheinsberg, um die Stadt zu malen. Jetzt zeigt der Künstler, dessen Werke mittlerweile international hoch gehandelt werden, diese Arbeiten im Schloss der Prinzenstadt. Daneben sind viele andere Bilder Lehmpfuhls zu sehen, der irgendwann den Pinsel eingespart hat und nun mit behandschuhten Händen malt.

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