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Mechow und Gantikow sind jetzt am Netz

Kyritz Mechow und Gantikow sind jetzt am Netz

Eine so große Investition wie schon lange nicht mehr steht im Gebiet des Wasser- und Abwasserverbands „Dosse“ an. Sie ist Teil des Wirtschaftsplans 2017, soll sich aber auch noch über zwei weitere Jahre erstrecken: Es ist die grundhafte Sanierung des Wasserwerkes in Neustadt. Ein kleineres Vorhaben indes ist abgeschlossen: Mechow und Gantikow hängen jetzt am Kyritzer Netz.

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Claudia Hacke und Thomas Schwierske an der jetzt außer Betrieb gesetzten Mechower Brunnenwasseranlage. Sie wird bei Bedarf verkauft oder komplett zurückgebaut.

Quelle: Matthias Anke

Kyritz. Nach dem Sommer 2017 wird – verteilt über drei Jahre – das Wasserwerk Neustadt grundlegend erneuert. Diese Investition in Millionenhöhe ist Teil des allerdings erst noch zu beschließenden Wirtschaftsplanes 2017. Dieser ist einer der Tagesordnungspunkte bei der Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserverbands (WAV) „Dosse“, die am Mittwoch dieser Woche ab 19 Uhr im Neustädter „Parkhotel Sankt Georg“ tagt.

Über diese nächste große Investition im Verbandsgebiet informierten seitens des WAV die Technische Bereichsleiterin Claudia Hacke sowie Wassermeister Thomas Schwierkse am Rande der Inbetriebnahme einer neuen Trinkwasserleitung. Sie ist knapp zwei Kilometer lang und versorgt seit dem Wochenende die Dörfer Mechow und Gantikow vom Kyritzer Werk aus. Die Anschlussstelle an dieses Netz befindet sich bei Rüdow. Bisher wurden laut Wassermeister Schwierske vom Kyritzer Werk aus etwa die Orte Holzhausen, Zernitz, Vollmersdorf, Leddin, Plänitz und Neuendorf versorgt sowie auch die Stadt Kyritz selbst. Die Rüdower indes bekommen ihr Trinkwasser aus Bork. Es sei es aber auch aus Kyritz lieferbar, technisch wäre es zumindest möglich.

Leitungsanschluss betrifft rund 440 Einwohner beider Dörfer

Insgesamt gibt es im Verbandsgebiet fast ein Dutzend Wasserwerke. Zu den Verbandsmitgliedern gehören die Kommunen Breddin, Dreetz, Sieversdorf-Hohenofen, Stüdenitz-Schönermark, Zernitz-Lohm und eben auch die großen Orte Wusterhausen, Kyritz und Neustadt selbst. Nach Angaben des WAV werden in diesem 616 Quadratkilometer großen Gebiet weit mehr als 22 000 Einwohner mit Trinkwasser versorgt beziehungsweise wird deren Abwasser wiederum entsorgt.

Die im Verbandsgebiet nun jüngste und rund 110 000 Euro teure Investition zwischen Rüdow und Mechow und damit auch Gantikow kommt dort jetzt insgesamt etwa 440 Einwohnern zugute. Die bisherige Brunnenanlage am Dorfausgang von Mechow in Richtung Gantikow war in die Jahre gekommen. Zuletzt sorge eine Verunreinigung des Wassers mit sogenannten coliformen Bakterien für Aufsehen (die MAZ berichtete). Eine Augustwoche lang sollte das Wasser nur abgekocht verwendet werden. Die rund 170 Haushalte wurden per Postwurfsendung darüber informiert.

Laut dem Verbandsvorsteher Joachim Stoltz gab es zwischen diesem Vorfall und dem Leitungsneubau jedoch keinen Zusammenhang. Das Projekt sei schließlich schon lange zuvor geplant gewesen. Die alten Brunnen einer Generalüberholung zu unterziehen oder sie womöglich gar neu zu setzen, hatte man als unwirtschaftlich erachtet.

Stärkefabrik ist größter Abnehmer vom Wasserwerk Kyritz

Das Gebäude samt der Anlage wird nun laut Wassermeister Thomas Schwierske „irgendwann zurückgebaut. Aber vielleicht findet sich ja auch ein Käufer, vielleicht ein Landwirt, der damit etwas anfangen kann“.

Dem handschriftlichen Protokollbuch zufolge, in dem auch die Zählerstände erfasst sind, verbrauchten die Mechower und Gantikower zusammen zwischen 800 und 1500 Kubikmeter Wasser pro Monat. Das entspricht in etwa so viel, wie Wasser vom Kyritzer Werk aus bisher täglich in die Region floss. „Es sind etwa 1200 Kubikmeter am Tag, bei erhöhtem Bedarf in der Stärkefabrik steigt das aber auch mal auf 2400 an.“ Laut Schwierske ist die Fabrik an der Pritzwalker Straße der größte Abnehmer.

Der meiste Trinkwasserverbrauch werde zudem naturgemäß im Somer registriert. Auch dies sei ein Grund, weshalb das nächste große Projekt, die Werksanierung in Neustadt, eben erst zum Ende des Sommers 2017 hin begonnen werden soll.

Von Matthias Anke

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