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Ostprignitz-Ruppin Medien stürzen sich auf Kreide-Posse
Lokales Ostprignitz-Ruppin Medien stürzen sich auf Kreide-Posse
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07:41 18.05.2016
Die Kreide-Parkplätze sind bereits verschwunden. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Das rigide Vorgehen des Neuruppiner Ordnungsamtes, das auf die Kreidezeichnungen eines kleinen Mädchens auf einer Spielstraße mit einem Bußgeldverfahren reagiert hat, sorgt in den sozialen Netzwerken weiterhin für viel Hohn, Spott und ungläubiges Staunen.

Selbst die Nachrichtenagentur DPA wandte sich am Wochenende an Yvonne Lorenz. Deren siebenjährige Tochter Maya-Juna hatte in Vorfreude auf einen Besuch zum Himmelfahrtsfest mit weißer, blauer und pinkfarbener Kreide drei symbolische Parkstreifen auf die Straße vor dem elterlichen Haus gemalt – und damit die Posse ausgelöst.

Denn das Ordnungsamt, vermutlich von einem Nachbarn alarmiert, besah sich den Tatort und leitete ein Bußgeldverfahren ein. Begründung: Laut Stadtordnung sei „jede Verunreinigung von Straßen und Anlagen sowie öffentlichen Einrichtungen untersagt“. Dazu zählt demnach ebenfalls das Bemalen und Besprühen von Straßen.

Armutszeugnis der Verwaltung

„Lächerlich“, „absolut affig“ und „die Stadt sollte sich schämen“, kommentierten viele Facebook-Nutzer. Dass Kinder auf eine Spielstraße malen, sei kein Beinbruch, findet Veronika Baer. Daher bestehe auch kein Handlungsbedarf seitens der Stadt. Wie viele andere Facebook-Nutzer fragt sie sich, ob die Verwaltung nichts anderes zu tun hat. Janette Weiß findet, dass die Stadt in dieser Angelegenheit die falsche Priorität gesetzt hat. Immerhin seien Spielstraßen doch zum Spielen da. Sebastian Christopher Blache bezeichnet diesen Vorfall als „Armutszeugnis seitens der Neuruppiner Verwaltung“.

Seit Dienstagnachmittag scheint klar zu sein, dass das Bußgeldverfahren gegen Familie Lorenz wegen der Kreide-Parkplätze eingestellt wird – weil die Markierungen von einem Kind stammten und inzwischen beseitigt wurden. Laut Neuruppins Rathaussprecherin Michaela Ott war es „der erste derartig gelagerte Fall“.

Für diesen interessieren sich inzwischen ebenfalls die Super-Illu sowie das NDR-Fernsehen.

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Von Andreas Vogel

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