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Ostprignitz-Ruppin Mehr Aktionen für Wittstock
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mehr Aktionen für Wittstock
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00:25 30.09.2015
Die BI kämpft gegen die Massentierhaltung. Quelle: Gerd-Peter Diederich
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Wittstock

Die Bürgerinitiative Wittstock contra Industriehuhn will demnächst weitere Aktionen starten, um mehr Unterschriften für das Volksbegehren gegen Massentierhaltung einzusammeln. Es wurde vom Aktionsbündnis Agrarwende beantragt und läuft noch bis zum 14. Januar 2016. Gefordert wird unter anderem, keine Steuergelder mehr für Megaställe auszugeben, den Tierschutz in Brandenburg zu stärken und ein Mitwirkungs- und Klagerecht für anerkannte Tierschutzverbände durchzusetzen. 80 000 Unterschriften braucht es, um das Volksbegehren zum Erfolg zu führen und zu erreichen, dass es im Herbst 2016 zu einem Volksentscheid über die Massentierhaltung kommt. Bisher unterstützen rund 14 800 Menschen dieses Ziel.

Viel zu wenige, finden die Mitstreiter der BI aus Wittstock und kündigten auf ihrer jüngsten Zusammenkunft am Freitagabend an, Plakataktionen zu starten. So sollen etwa die Halterungen an Laternenmasten dafür genutzt werden, Plakate mit dem Hinweis auf das Volksbegehren öffentlich sichtbar zu machen. Darüber hinaus will die BI auf dem nächsten Töpfermarkt in Rheinsberg am 10. und 11. Oktober für ihre Ziele werben. Auch wurde darauf hingewiesen, dass der Omnibus für direkte Demokratie am 12. und 13. Oktober auf dem Schulplatz in Neuruppin Station macht, um Unterschriften fürs Volksbegehren zu sammeln. Swantje Schäkel von der BI kündigte aber auch an, eine Aktion auf dem Wittstocker Marktplatz initiieren zu wollen.

Doch die BI kämpft vor allem gegen die Inbetriebnahme der bei Groß Haßlow bereits fast fertig gestellten Hähnchenmastanlage für knapp 330 000 Tiere. Nach wie vor gilt dort ein Baustopp. Denn der Naturschutzbund (Nabu) klagt gegen den Mäster, die PB Prignitzer Broilermast GmbH. Der Nabu vertritt die Auffassung, dass es keine gültige Genehmigung für die Anlage gebe (die MAZ berichtete). Seit der letzten Info-Veranstaltung am 19. Juli gebe es aber keine Veränderung der Lage. Strittig ist die Frage, ob weitergebaut werden darf, obwohl im Hauptverfahren noch keine Entscheidung getroffen wurde.

Nach Angabe der BI habe das gesamte Klageverfahren bisher rund 30 000 Euro gekostet, finanziert über Spenden- und Stiftungsgelder. Das Ganze könne sich noch Jahre hinziehen.

Von Björn Wagener

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