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Mehr Arbeitslose in Ostprignitz-Ruppin

Behörde wertet Zahlen für August aus Mehr Arbeitslose in Ostprignitz-Ruppin

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist im August zwar leicht gestiegen, Grund zur Panik sehen die Experten aber nicht. Gründe seien unter anderem die späten Sommerferien in Brandenburg, durch die viele Schulabgänger verzögert auf dem Arbeitsmarkt registriert werden, und die zurückgefahrene Förderung des zweiten Arbeitsmarktes.

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Quelle: dpa

Neuruppin. Zur Überraschung der Experten ist die Zahl der offiziell registrierten Arbeitslosen in Ostprignitz-Ruppin im August leicht gestiegen. Nach den am Dienstag in Neuruppin vorgestellten Daten waren 4604 Frauen und Männer als erwerbslos registriert, das sind 25 mehr als im Juli. Dabei war die Zahl der Arbeitslosen in den vergangenen Jahren von Juli zu August im Schnitt um mehr als 150 gesunken. Gleichwohl sieht Arbeitsamtschefin Cornelie Schlegel keinen Grund zur Beunruhigung: „Der Arbeitsmarkt ist robust.“

Laut Schlegel gibt es zwei Gründe für den überraschend leichten Anstieg: Zum einen die im Vergleich zu den anderen Bundesländern späten Sommerferien in Brandenburg, wodurch sich viele Schulabgänger erst Ende August oder im September für eine Lehre oder ein Studium entscheiden; zum anderen hat das Arbeitsamt die Förderung des zweiten Arbeitsmarktes weiter zurückgedreht. Allein in Ostprignitz-Ruppin gibt es demnach 400 Stellen weniger für Ein-Euro-Stellen sowie für Aktivierungs- und andere Förderprojekte als vor einem Jahr. Dennoch hat sich die Arbeitslosenquote in OPR von Juli auf August nur leicht von 8,8 auf 8,9 Prozent erhöht. „Das ist eine unproblematische Entwicklung“, sagt Schlegel. Sie erwartet, dass es in diesem Monat wieder einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosenquote geben wird. „Wir haben schon Abmeldungen aus der Erwerbslosigkeit in Größenordnungen.“

Ab Oktober sollen Flüchtlinge fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden

Die Behörde will im Oktober zudem ein Projekt starten, um Asylbewerber und Flüchtlinge, die mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Bleiberecht erhalten, auf dem hiesigen Arbeitsmarkt integrieren zu können. Ihnen wird mit einem dreimonatigen Kurs berufsbezogenes Deutsch vermittelt. Zuvor soll mittels eines Fragebogens ermittelt werden, in welchen Bereichen die Flüchtlinge qualifiziert sind und ob sie über genügend Deutsch- oder Englisch-Kenntnisse verfügen. Denn der Kurs wird zweisprachig angeboten. Das Arbeitsamt hat für alle vier Landkreise – es ist neben Ostprignitz-Ruppin und Prignitz auch für Havelland und Oberhavel zuständig – jeweils 20 Plätze im Angebot. „Mit einem Vorlauf von drei Monaten können wir die Kapazitäten auch erhöhen“, versichert Cornelie Schlegel. Erste Nachfragen von Firmen sollen bereits vorliegen.

Mit dem Kurs für Flüchtlinge greift das Arbeitsamt eine Initiative aus der Prignitz auf. Das dortige Jobcenter kümmert sich bereits seit zwei Jahren darum, dass Asylbewerber und Flüchtlinge mit hohen Chancen auf Bleiberecht auf dem Arbeitsmarkt integriert werden. Gleichwohl wird das Arbeitsamt auch dort diesen Kurs mit 20 Plätzen anbieten. Grund: Der Zustrom an Asylbewerbern und Flüchtlingen reißt nicht ab. Als größte Hürde für das neue Angebot sieht Arbeitsamtschefin Schlegel die Sprache: Die vom Land und vom Bundesamt angebotenen Deutschkurse reichen bei Weitem nicht aus.

Von Andreas Vogel

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