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Mehr Arbeitslose in Prignitz und Ruppin

Arbeitsmarkt im Januar Mehr Arbeitslose in Prignitz und Ruppin

Ohne Überraschungen präsentierte Stefan Dirkes, Geschäftsführer des Arbeitsagenturbezirks Neuruppin, die Arbeitslosenzahlen für den Monat Januar. Saisonbedingt gab es mehr Erwerbslose. Vor allem Baufirmen und Handelsunternehmen mussten Mitarbeiter entlassen. Die Zahl der arbeitslosen Ausländer hält sich derzeit noch in Grenzen.

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Arbeitsagentur in Neuruppin stellte am Dienstag die aktuellen Zahlen für Januar vor.

Quelle: dpa

Neuruppin. Keine Überraschung auf dem regionalen Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenzahlen, die Stefan Dirkes, Geschäftsführer der Neuruppiner Arbeitsagentur, am Dienstag vorstellte, sind im ersten Monat des Jahres zwar gestiegen, aber das sei saisonbedingt nur vorübergehend. „Insgesamt haben sich die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr sehr positiv entwickelt“, sagte Stefan Dirkes. In fast allen Regionen gibt es weniger Langzeitarbeitslose, mehr Menschen mit sozialversicherungspflichtiger Arbeit und auch die Zahl der arbeitslosen Ausländer hält sich in Grenzen.

Weniger Personal im Handel und Baugewerbe

Der Agenturbezirk Neuruppin, zu dem das Havelland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und die Prignitz gehören, zählte im Januar 25 982 Arbeitslose. Das sind gut 2000 weniger als noch im Vorjahr, erklärte Dirkes. Dieser Trend spiegelt sich auch in der Region wider. In der Prignitz lag die Arbeitslosenquote bei 12 Prozent, im Kreis Ostprignitz-Ruppin bei 10,4 Prozent. Im Vergleich zum Dezember sind die Werte leicht angestiegen. „Das ist eine typische Entwicklung“, sagte Dirkes. Wegen Eis, Schnee und Kälte müssen viele Baubetriebe Mitarbeiter entlassen. Auch der Handel brauchte nach dem Weihnachtsgeschäft weniger Personal. „Außerdem enden zum Jahreswechsel viele befristete Arbeitsverträge“, so der Geschäftsführer weiter. Die meisten der 2596 Arbeitslosen, die im Januar dazu gekommen sind, haben sich beim Arbeitsamt gemeldet, die Minderheit (rund 400) hat Anspruch auf Hartz IV.

Saisonbedingt mehr Arbeitslose im Januar

In Ostprignitz-Ruppin waren im Januar 5381 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das sind 234 weniger als noch vor einem Jahr, allerdings 748 mehr als im Dezember. Daraus errechnet sich eine Quote von 10,4 Prozent.

800
Arbeitslose
kamen von Bauunternehmen, 400 aus dem Bereich der wirtschaftlichen Dienstleistungen – wie Wachschutz oder Gebäudeüberwachung. 321 Arbeitslose waren vorher im Handel tätig.

Im Altkreis Neuruppin gab es im Januar 2846 Arbeitslose – 382 mehr als im Dezember. Die Quote stieg auf 9,4 Prozent. Auch im Altkreis Wittstock stieg die Arbeitslosenquote auf 10,6 Prozent an. Dort zählte die Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im
Januar 1092 Erwerbslose.

Im Altkreis Kyritz stieg die Zahl nicht nur im Vergleich zum Vormonat, sondern auch zum Vorjahr. Die Quote liegt derzeit bei 12,8 Prozent. Diese Entwicklung ist im gesamten Agenturbezirk einzigartig. Alle anderen zeigten positive Werte im Vorjahresvergleich.

In der Prignitz galten im vergangenen Monat 4879 Menschen als erwerbslos und damit 408 Menschen weniger als im Januar 2015. Die Quote stieg auf 12 Prozent. Im Dezember waren es noch 399 Arbeitslose weniger. Im Altkreis Perleberg liegt die Quote mit 12,1 Prozent etwas höher als im Altkreis Pritzwalk (11,7 Prozent).

14,5
Prozent

Arbeitslosen galt in der Prignitz im Januar als unterbeschäftigt. Das bedeutet, dass sie an einer Maßnahme der Arbeitsförderung teilnehmen oder kurzfristig krank geworden sind. In Ostprignitz-Ruppin stieg diese Quote ebenfalls leicht auf 14,2 Prozent.

Die Flüchtlinge bleiben weiterhin Topthema im Agenturbezirk Neuruppin. 1105 sind es im gesamten Gebiet, womit sie aber eher einen geringen Teil ausmachen, sagte Dirkes. Im Vergleich zum Dezember sind es 131 arbeitslose Ausländer mehr und 312 mehr als im Januar 2015. Nicht alle von ihnen stammen aus Kriegsgebieten. Etwa 200 kommen aus der EU, 500 aus Eritrea, Afghanistan, Irak und dem Iran und 250 von ihnen aus Syrien. Ein Drittel hat eine hohe Bleibeperspektive. „Die Flüchtlingszahl wird steigen, aber gleichzeitig werden auch mehr Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert“, erkläre Nadja Heidrich, derzeit Bereichsleiterin von Ostprignitz-Ruppin und Prignitz.

Weniger Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im gesamten Agenturbezirk Neuruppin ebenfalls im Vergleich zum Dezember angestiegen, aber insgesamt um 7,5 Prozent zurückgegangen. Als langzeitarbeitslos gilt, wer ein Jahr oder länger ohne Arbeit ist. Das betraf im Januar 10 558 Menschen. „Im Februar sollte die Arbeitslosenzahl traditionell wieder ansteigen“, so Stefan Dirkes. Die Arbeitsagentur in Nauen (Havelland) zählt mit 6,4 Prozent die wenigsten Arbeitslosen, Rathenow (Havelland) mit 13,8 Prozent hingegen die meisten.

Von Luise Fröhlich

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