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Mehr Besucher, aber keine Toiletten

Bombodrom Mehr Besucher, aber keine Toiletten

Im vergangenen Jahr haben noch mehr Gäste die Kyritz-Ruppiner Heide besucht als 2015 – nur weiß niemand genau, wie viele Besucher es waren. Grund: Die Besucher brauchen nicht mehr eine Begleitung auf den abgesuchten und ausgeschilderten Wegen. Nun taucht jedoch ein ganz anderes Problem auf. Denn in der Heide gibt es keine Toiletten.

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Seit dem vergangenen Jahr können Besucher von Pfalzheim und von Neuglienicke aus zum Sielmannhügel und zurück wandern.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Im vergangenen Jahr haben deutlich mehr Gäste die Kyritz-Ruppiner Heide besucht als 2015. Davon sind sowohl Rainer Entrup von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), der die Heide gehört, als auch Vize-Landrat Werner Nüse (SPD) überzeugt – über genaue Zahlen verfügt jedoch keine der Seiten. Grund: Seit dem vergangenen Jahr können Besucher von Pfalzheim und von Neuglienicke aus zum sogenannten Sielmannhügel wandern, ohne sich vorher bei jemandem anmelden zu müssen, weder bei einem Sprengstoffexperten noch bei einem Kutschunternehmen oder einem Kultur- und Landschaftsführer.

Deutlich mehr als 3000 Besucher

In diesem Jahr dürfte die Besucherzahl, die für 2016 auf deutlich mehr als 3000 geschätzt wird, nochmals steigen. Schließlich soll im April das nächste Teilstück für Wanderer frei gegeben werden. Dann kann die Heide ebenfalls zwischen Rossow und dem Sielmannshügel erkundet werden – natürlich nur auf den nach Munition abgesuchten und extra ausgeschilderten Pfaden. Schließlich schlummern in den nicht weit entfernten Flächen der Heide weiterhin unzählige Blindgänger, Bomben und Granaten.

„Ein Besuch in der Heide lohnt sich zu jeder Zeit“, sagte am Montag Susanne Dorn. Die Direktorin des Amtes Temnitz ist froh über das anhaltend große Interesse. Allerdings haben viele Besucher bei den meist mehrstündigen Erkundungen ein oft drängendes Problem: Gibt es doch in der Heide keine Toiletten. Lediglich im Café „Kleines Waldhaus“ in Neuglienicke, wo viele der Kutschen starten, können sich Gäste vor oder nach der Tour erleichtern. Deshalb suchen Landschaftsführer gemeinsam mit den Anrainergemeinden der Heide und der Bima derzeit nach Lösungen.

Eine Übergangslösung für dieses Jahr

Für dieses Jahr sind Dixie-Toiletten im Gespräch, die am Sielmannhügel sowie am Parkplatz in Pfalzheim aufgestellt werden könnten. Das soll aber lediglich eine Übergangslösung sein. Für 2018 ist an diesen beiden Orten an fest installierten Toiletten für Besucher der Heide gedacht. Unklar ist allerdings, ob es dafür einen Betreiber geben muss, der die Örtchen auf- und abschließt und sie ebenfalls reinigt. Auch der Wasser- und Stromanschluss für die Toiletten ist noch nicht geklärt. „In dem Thema ist noch Bewegung“, sagte Vize-Landrat Nüse. Er setzt auf Lösungen von Tourismusunternehmen, die die Besucher meist in kleineren oder größeren Gruppen durch die Heide führen.

Baustart für Aussichtsplattform noch 2017?

Wenn alles gut läuft, können die Gäste in diesem Jahr nicht allein von Rossow zum Sielmannshügel bis nach Neuglienicke oder Pfalzheim wandern und dabei die Vielfalt von Tier- und Pflanzenwelt bewundern. Vielmehr könnte zum Jahresende auch noch Baustart für ein Projekt sein, an dem die Sielmannstiftung, die ein Drittel der knapp 12 000 Hektar großen Heide von der Bima gepachtet hat, bereits seit Längerem plant: Eine Aussichtsplattform. Vorgesehen ist eine 15 Meter hohe schlanke Stahlkonstruktion, von der Besucher bei gutem Wetter einen kilometerweiten Blick über die Heide haben. Fertig könnte der Turm dann im nächsten Jahr werden.

Von Andreas Vogel

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