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Mehr Blühstreifen in Brandenburg

Neuruppin Mehr Blühstreifen in Brandenburg

Der Landesbauernverband hat jetzt ein Blühstreifenprojekt initiiert, das den Bienen bei der Nahrungsbeschaffung behilflich sein soll. Es werden Spender gesucht, die das Saatgut finanzieren.

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Blühstreifen leisten einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt. Für die Finanzierung müssen in Brandenburg die Bauern selbst aufkommen.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Bauern und Imker starten nun wieder die Saison – die Felder müssen bestellt werden und die Bienen beginnen auszuschwärmen um nach Pollen und Nektar Ausschau zu halten. Oftmals vergeblich, denn blühende Randstreifen an den Feldern und Wiesen gibt es kaum noch. Das Land ist knapp und der Boden ist teuer geworden. Jeder Quadratmeter muss genutzt werden. Verhängnisvoll für die Imker, denn ihre Bienen finden immer weniger Nahrung.

Brandenburgs Bauern wollen den Bienenzüchtern nun entgegen kommen. Wie der Landesbauernverband Brandenburg mitteilt, haben sich Brandenburgs Landwirte bereit erklärt, an ihren Feldrändern Blühmischungen anzusäen. Nach einem gemeinsamen Treffen von Bauern und Imkern in Potsdam zeigte sich Bauernpräsident Henrik Wendorff optimistisch. „Wir sind generell zufrieden damit, wie sich das Treffen entwickelt hat und hoffen darauf, dass auch zukünftig direkte Gespräche möglich sein werden“, sagte er. 20 Landwirte sind dem Aufruf bereits gefolgt, so dass demnächst Blühstreifen mit einer Fläche von insgesamt 400 000  Quadratmetern entstehen werden. Das Projekt soll nicht nur das Nahrungsproblem der Bienen beheben, es soll auch das Miteinander von Imkern und Landwirten fördern, da es zwischen beiden Interessengruppen immer wieder Meinungsverschiedenheiten gibt. Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin startete der Alt Ruppiner Imkerverein, dessen Vorsitzender Hartmut Pritz ist, bereits 2014 einen Annäherungsversuch. Bei der abendlichen Diskussionsrunde kamen zahlreiche Probleme zur Sprache, deren Lösung allerdings nicht ganz einfach ist. Die Verwendung von Spritzmitteln wie Insektizide und Herbizide sind ein großes Problem. So müssen Imker erst einmal in Erfahrung bringen, welche Äcker zu welchem Agrarbetrieb gehören, wenn sie genauere Informationen haben wollen, um sich über Spritzzeiten mit den Bauern abzustimmen.

Für das Anlegen von Blühstreifen suchen der Bauernverband und das Forum Natur jetzt Partner, die bereits sind, für den Kauf von Saatgut zu spenden, denn das Anlegen von Blühstreifen bekommen Bauern im Land Brandenburg nicht gefördert.

Interessenten können sich im Netz unter www.lbv-brandenburg.de informieren, wenn sie mehr über dieses Projekt erfahren wollen.

Von Cornelia Felsch

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