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Ostprignitz-Ruppin Mehr Freiheiten für Bauherren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mehr Freiheiten für Bauherren
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00:30 17.03.2018
Ferhbellins Ortsvorsteher ist zuversichtlich, dass sich das Stadtbild auch ohne Gestaltungssatzung nicht zum Negativen verändern wird. Quelle: Peter Geisler
Fehrbellin

Maschendrahtzäune sind in Fehrbellin tabu. Genauso wie grelle Farben oder stark strukturierter Putz bei der Fassadengestaltung. Und auch Fenster, die sich in die Horizontale ziehen, oder bunte Dachziegel oder Schiefersteine sind verboten. All diese Dinge regelt die Gestaltungssatzung der Stadt bereits seit 1992 – vermutlich aber nicht mehr lange. Denn der Ortsbeirat hat sich nun einstimmig für die Aufhebung der Satzung ausgesprochen.

„Ich bin zwar gegen Extreme: Neubauten oder Änderungen an alten Gebäuden in die Landschaft passen“, sagt Fehrbellins Ortsvorsteher Jürgen Sternbeck. Auf der anderen Seite will er aber Bauherren ein bisschen mehr Freiheiten zugestehen. „Wenn jemand ein sechseckiges Einfamilienhaus haben will, dann soll er es bauen dürfen.“

Sternbeck ist zuversichtlich, dass die Bauherren auch ohne explizite Vorschriften keinen Schindluder in der Stadt treiben werden. Denn zum einen gebe es Vorschriften im Baugesetz, die das verhindern. „Wenn jemand ein 18-stöckiges Haus in Fehrbellin bauen wollte, dann darf er es auch ohne unsere Gestaltungssatzung nicht.“ Zum anderen vertraut Sternebeck darauf, dass sich die Bauherren von sich aus, an das Stadtbild halten. „Wer heutzutage baut, der hat auch ein bisschen Geschmack.“ Deswegen fürchtet der Ortsvorsteher nicht, dass demnächst Gebäude im Stadtzentrum lila oder grellgelb gestrichen werden – auch wenn die Stadt ohne die Satzung das nicht mehr verbieten kann.

Nur 15 Bauwillige haben sich in den vergangenen 26 Jahren darum bemüht, von der Gestaltungssatzung abweichen zu dürfen, berichtet Sternbeck. In 13  Fällen habe die Gemeinde auch eine Sondergenehmigung erteilt. Die Gemeindevertreter entscheiden in ihrer Sitzung in der kommenden Woche, ob sie der Empfehlung des Ortsbeirats folgen und die Satzung aufheben. 1992 wurde diese ins Leben gerufen, weil die damaligen Stadtverordneten fürchteten, dass durch die abzusehenden vielen Renovierungsarbeiten an den Häusern das einheitliche Erscheinungsbild der Rhinstadt verloren geht.

Von Celina Aniol

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