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Ostprignitz-Ruppin Mehr Geld für Kyritzer Fahrkartenschalter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mehr Geld für Kyritzer Fahrkartenschalter
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02:17 11.09.2015
Durch Kyritz, wo der Fahrkartenschalter erhalten bleibt, rollen Personen- und Güterzüge. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

Wird der Kyritzer Stadthaushalt für 2016 beschlossen, dann wird die Fahrkartenausgabe am Kyritzer Bahnhof nicht mehr nur mit 20 000 Euro, sondern mit 30 000 Euro im Jahr bezuschusst. Über diesen Posten im jetzt vorliegenden Haushaltsentwurf informierte Bürgermeisterin Nora Görke jüngst auch die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses. Grund der Erhöhung ist laut Görke, dass sich eigentlich die Stadt neben dem bisherigen Zuschuss auch personell um Urlaubs- und Krankheitsvertretungen kümmern sollte, dies aber nicht leisten könne.

Ralf Böhme bestätigt als Geschäftsführer der Hanseatischen Eisenbahn, die den Personenverkehr auf dieser Strecke Neustadt- Pritzwalk organisiert: „Ursprünglich war mit der Stadt verabredet gewesen, dass sie in Urlaubs- und Krankheitsfällen in die Bresche springt. Das hat in den vergangenen zwei Jahren so aber nicht funktioniert. Deshalb mussten wir es selber in die Reihe bekommen.“ Im Sinne der Fahrgäste seien die Kosten aus eigener Tasche getragen worden. „Der Schalter musste nicht geschlossen werden.“

Nun freue Böhme sich umso mehr, dass die Stadt für den Mehraufwand in solchen Fällen doch noch finanziell aufkommen würde. „Trotzdem werden wir weiterhin den größeren Anteil für diese Fahrkartenausgabe tragen.“

Der Schalter stand Ende 2012 vor dem Aus, weil der Bahnverkehr nach Kürzungen vom Land mit nur noch der Hälfte des bis dahin geflossenen Geldes bewerkstelligt werden sollte. Es wurde nun laut Böhme wichtiger, es für möglichst viele Zugfahrten aufzuwenden. Der Fahrkartenschalter war im neuen Vertrag mit dem Land ohnehin nicht mehr berücksichtigt.

Ein Hilferuf bei der Stadt Kyritz fruchtete aber. So wurden 2013 und 2014 jeweils 20 000 Euro bereitgestellt. Zwei Beschäftigte teilen sich seither im Schalter die Dienste. Sie arbeiten montags bis donnerstags von 7 bis 12 Uhr und von 12.30 bis 16 Uhr. Freitags ist von 7 bis 11.15 Uhr geöffnet, an Wochenenden allerdings nach wie vor geschlossen.

Um die Mitarbeiter kümmert sich die Hanseatische Eisenbahn erst seit einigen Monaten. Sie ist laut Böhme als Schwesterfirma aus der EGP, der Eisenbahngesellschaft Potsdam, ausgegründet worden eigens für den Personenverkehr. Die EGP selbst konzen-triere sich auf den Güterverkehr, wie er auch auf dieser Strecke noch rollt. Ein weiteres EGP-Schwesterunternehmen ist die Firma Regio-Infra. Sie gilt als Betreiberin der Infrastruktur und damit der Schiene an sich. Über die Regio-Infra bedienen in Kyritz vier Beschäftigte im Wechsel die Stellwerkstechnik.

Kontakt: Auskünfte erhält man beim Fahrkartenschalter in Kyritz unter der Rufnummer 033971/7 24 31.

Von Matthias Anke

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