Volltextsuche über das Angebot:

-2 ° / -9 ° Schneeschauer

Navigation:
Mehr Geld, weniger Diskussionen

Ostprignitz-Ruppin Mehr Geld, weniger Diskussionen

Erstmals stellt Ostprignitz-Ruppin für die Kulturförderung 120 000 Euro bereit, 10 000 Euro mehr als sonst. Normalerweise diskutiert der Kulturausschuss stets ausführlich darüber, ob Rheinsberg wirklich so viel Geld vom Kreis für Kulturveranstaltungen erhalten soll. Doch diesmal war alles anders.

Voriger Artikel
Hortbau auf Stelzen wackelt
Nächster Artikel
Mehr Unfälle, mehr Verletzte – mehr Kontrollen

Für die Veranstaltungen von Kammeroper und Musikakademie in Rheinsberg fließt auch in diesem Jahr wieder viel Geld – von Kreis und Land.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Vorentscheidung ist gefallen: Ohne große Diskussionen hat der Kulturausschuss des Kreistages am Donnerstagabend die Vorschläge der Verwaltung bestätigt, welche kulturellen Projekte in diesem Jahr gefördert werden sollen. Während sonst oft stundenlang über die Höhe der Zuschüsse für einzelne Projekte gestritten wurde, herrschte diesmal eine ungewöhnliche Einigkeit unter den Abgeordneten. Möglicherweise lag das daran, dass der Kreis die Kulturförderung um 10 000 Euro auf 120 000 Euro erhöht und außerdem festgelegt hat, dass bis zum Jahr 2019 mit 52,5 Prozent mehr als die Hälfte des Zuschusses für die Musikkultur Rheinsberg und das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum bestimmt sind.

Kein einziger Antrag aus Lindow

Trotz dieser Neuregelung werden in diesem Jahr 14 neue Antragsteller berücksichtigt, die bisher kein Geld vom Kreis für Kulturprojekte erhalten haben, sagte Eylin Helm. Die Kyritzerin kümmert sich seit September beim Kreis um die Kulturförderung. Dafür gab es viel Lob von den Abgeordneten. Die traditionellen „Edelsteine“ der Kultur in der Region würden nicht zerschlagen, sagte Erich Kuhne (CDU). Der Dabergotzer wunderte sich lediglich, dass das Seefestival Wustrau lediglich mit 6500 Euro bedacht wird, die Schöller-Festspiele indes mit 9000 Euro. Für Kuhne sind beide Veranstaltungen in etwa gleichwertig. Zum Seefestival kamen im vergangenen Jahr 2100 Zuschauer, zu den Schöller-Festspielen 1800. Gleichwohl beantragte Kuhne keine Änderung. Indes wunderte sich Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) darüber, dass der Landkreis kein Projekt im Amt Lindow fördert. „Es liegt nichts aus Lindow vor, deshalb können wir nichts berücksichtigen“, sagte Helm.

Landrat Ralf Reinhardt (SPD) obliegt es nun, das Fördergeld auch frei zu geben.

Wie wird das Geld verteilt?

Erstmals reicht die Kreisverwaltung in diesem Jahr 120 000 Euro für die Kulturförderung aus, das sind 10 000 Euro mehr als sonst. Das Gros des Geldes fließt wie gehabt nach Rheinsberg. Die Übersicht:

Für Opernfestival und Musikakademie in Rheinsberg sind 53 500 Euro veranschlagt, das sind 1500 Euro als 2016. Das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum in Rheinsberg soll 9500 Euro bekommen, 500 Euro mehr als im Vorjahr.

Für den Theatersommer Netzeband sind ebenfalls 9500 Euro vorgesehen, 1500 Euro weniger als 2016. Mit 9000 Euro werden die Schöller-Festspiele im Amt Neustadt unterstützt, das ist genau so viel wie 2016. Auch das Seefestival in Wustrau erhält so viel Geld wie im Vorjahr, nämlich 6500 Euro. Erstmals fördert der Kreis das Kinder- und Jugendfestival in Neuruppin – mit 5000 Euro.
Für die Aequinox-Musiktage in Neuruppin gibt es diesmal 4000 Euro, 700 Euro weniger als 2016.

Zum ersten Mal Geld gibt es für einen sagenhaften Abendspaziergang in Wittstock (3500 Euro). Mit nachträglich 3000 Euro wird das Musicalprojekt der Rheinsberger Schulen gefördert. Für die Ausstellung „Luther-Reflexionen“ , die in der Wittstocker Bischofsburg zu sehen sein soll, sind 2500 Euro vorgesehen, für das Kulturfestival „Wunderland im Neuruppiner Tempelgarten“ sind 2000 Euro geplant. Genau 1600 Euro sind für ein Kulturfest im Schloss Freyenstein reserviert, 1550 Euro für Führungen durch die einstige Papierfabrik in Hohenofen.

Den Wettbewerb „ Jugend musiziert “ fördert der Kreis wie stets mit 1500 Euro. Für das Kunstprojekt „ The Bike Riders, Mutter Natur soll sauber bleiben“ sind 1290 Euro vorgesehen, für fünf Ausstellungen in der Neuruppiner Galerie am Bollwerk 1200 Euro.

Je 1000 Euro sind für eine internationale Chorgala des Neuruppiner A-capella-Chores, für das Kunstprojekt „Risse, Brüche, Kanten“ sowie für eine Dauerausstellung zum Orgelbauer Lütkemüller, einschließlich der Sanierung einer Orgel bestimmt.

Für die Nachwuchsarbeit erhält die Klöppelgruppe Neuruppin 760 Euro, mit je 500 Euro wird die Lange Nacht der Dorfkirchen Breddin, der Schinkeltag in Neuruppin sowie Schautafeln zum Lutherjahr gefördert. Für den D
amelacker Sommer sind 400 Euro geplant, für das Projekt „Wortspiel“ der Pfarrgemeinde Rehfeld 300 Euro.

Nicht berücksichtigt hat der Kreis zwei Projekte: ein Land-Art-Symposium in Heiligengrabe und ein Mehrgenerationentheater in Lüchfeld (Amt Temnitz).

Von Andreas Vogel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
123c76c4-dff8-11e7-a15f-f363db308704
Fontanestadt Neuruppin „damals und heute“

Neuruppin ist die Kreisstadt des Landkreises Ostprignitz-Ruppn. Der Ort erhielt 1256 das Stadtrecht und ist bekannt als Geburtsstadt von Schriftsteller Theodor Fontane und Baumeister Karl Friedrich Schinkel.

c001ffb8-fc5e-11e7-90a2-a388f9eff187
Kyritz damals und heute

Über ihre mittelalterlichen Grenzen wuchs die Knatterstadt erst im 19. Jahrhundert hinaus. Aber dann richtig: Die Stadt ist im steten Wandel begriffen. Viele alte Bauten mussten bis in die jüngste Zeit hinein neuen Ideen und Bedürfnissen weichen.

7d84d8be-fb68-11e7-b11f-9a7b802e86ee
Lindow damals und heute

Die MAZ lädt ein zu einer Zeitreise. Wir haben historische Ansichten von Lindow zusammengestellt und vom gleichen Ort aus wie damals heute noch einmal eine Aufnahme gemacht. Die Ergebnisse zeigt diese Bildergalerie. Die historischen Karten stammen aus dem Privatarchiv des Lindowers Udo Rönnefahrt.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg