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Ostprignitz-Ruppin Mehr Halt für Neuruppiner Straße
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mehr Halt für Neuruppiner Straße
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00:34 26.07.2015
Planen schützen den Drähnbeton vor zu schnellem Austrocknen. Quelle: Reyk Grunow
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Neuruppin

Noch gut einen Monat wird es wohl dauern, bis die Friedrich-Engels-Straße in Neuruppin zwischen der Fischbänken- und der Poststraße für den Verkehr freigegeben werden kann. So lange brauchen die Bauleute, um die Fahrbahn fertig zu stellen. Wieder liegt es am Klappgraben, dass es nicht schneller vorangeht.

Der Klappgraben verläuft unter der jetzt noch ungepflasterten Straßenfläche. In monatelanger Arbeit waren das Bett des Grabens und das darüberliegende Gewölbe saniert worden. Die Arbeiten sind längst abgeschlossen. Allerdings liegt das Grabengewölbe so dicht unter der Fahrbahn, dass für den üblichen Aufbau einer Straße nicht genügend Platz bleibt. Damit die Fahrbahn insbesondere im Bereich der Kreuzung von Friedrich-Engels- und Schinkelstraße dennoch sicher ist, wird sie zusätzlich verstärkt.

In dieser Woche hat das Bauunternehmen IBW aus Pritzwalk sogenannten Drähnbeton gegossen. Dieser Beton bildet eine feste Schicht, auf der die Pflastersteine verlegt werden. Er lässt aber später Regenwasser hindurchsickern.

Damit der Drähnbeton stabil bleibt, muss er aushärten. „Der Beton braucht 28 Tage zum Abbinden“, erklärt IBW-Geschäftsführer Andreas Reineke. Plastikplanen schützen die Betonschicht bis dahin vor zu schnellem Austrocknen. Erst wenn die Drähnbetonschicht fertig ausgehärtet ist, können darauf die Pflastersteine verlegt werden – von Hand. „Wenn wir das maschinell machen könnten, wären wir in drei, vier Tagen durch“, schätzt Reineke. Doch im Bereich des Klappgrabens geht das nicht, sagt der Baufachmann. Dort werden die Pflastersteine später für einen sichereren Halt mit einem speziellen Kunststoffkleber miteinander verklebt. Das soll ihnen zusätzlichen Halt und Stabilität geben. Etwa zwei Wochen wird es deshalb wohl dauern, das Pflaster fertigzustellen.

So lange der Beton abbindet, sind die Bauleute dabei, die restlichen Nebenanlagen anzulegen. Gehweg und Parkplätze auf der einen Straßenseite sind fertig, Gehweg und Parkplätze auf der anderen Seite sind gerade im Bau. Für die Einfassung der Stellplätze verwenden die Arbeiter Granitbordsteine, die schon an der alten Straße eingebaut waren.

Voraussichtlich gegen Ende August kann die Straße freigegeben werden, schätzt Andreas Reinecke. So sei es mit der Stadt vereinbart. „Bisher haben wir noch alle Termine eingehalten“, sagt der Bauunternehmer. „Das schaffen wir auch hier.“

Weiter geht es zwischen Post- und Präsidentenstraße

Schon bald nachdem der Straßenbau in diesem Bereich beendet ist, wird in der Friedrich-Engels-Straße allerdings weitergearbeitet, dann zwischen Post- und Präsidentenstraße. Die Stadtwerke wollen dort Fernwärmeleitungen verlegen, bevor auch dort die Fahrbahn ausgebaut wird. Fast noch wichtiger: Für den Martinimarkt entsteht auf dem Braschplatz endlich ein leistungsstarker Strom­anschluss. Den hatte Bürgermeister Jens-Peter Golde den Schaustellern schon vor Jahren in Aussicht gestellt. Jetzt sind die Stadtwerke in Zugzwang: Bis zu Eröffnung des Martinimarktes am 30. Oktober muss der unterirdische Stromverteiler fertig sein – inklusive der Leitungen, die durch die Friedrich-Engels-Straße bis dorthin verlegt werden müssen.

Von Reyk Grunow

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