Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Mehr Kulturangebot gewünscht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mehr Kulturangebot gewünscht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 06.08.2016
An der Hohenofener Papierfabrik weist ein Transparent auf das Konzert am Sonntag hin. Quelle: Alexander Beckmann
Anzeige
Sieversdorf-Hohenofen

Eine kleine Umfrage der MAZ in der Doppelgemeinde Sieversdorf und Hohenofen deutet es an: Die Einwohner leben meist ganz gerne in den beiden Dörfern. Nur ein bisschen zu ruhig findet der eine oder andere es dann doch. „Wir sind völlig abgeschnitten von der Außenwelt“, beklagt im Zuge der Befragung ein Hohen­ofener. „Es gibt keine Gelegenheit, sich zu begegnen oder gemeinsam zu feiern.“ Ein anderer findet: „Das gemeinsame Dorfleben schläft“ und fordert „Die kleine Kirche müsste auch in Verbindung mit dem Industriemuseum (Fabrik) für musikalische Ideen genutzt werden.“ Aus Sieversdorf kommt der Wunsch nach einer „noch aktiveren Arbeit der Gemeindevertretung – besonders im kulturellen Bereich“.

Bürgermeister Hermann Haacke kann sich diesen Wünschen im Grunde nur anschließen. „Es ist sehr ruhig geworden“, schätzt auch er ein. „Wir haben leider keine Gruppe mehr im Dorf, die sich um so was kümmert.“ Die einst sehr aktive Feuerwehr falle seit ihrem Zusammenschluss mit den Neustädtern als Veranstalter weitgehend aus.

Trotzdem findet Haacke: „Es ist nicht so, dass nichts mehr los ist. Es wird bloß nicht mehr so publik.“ Statt großer öffentlicher Veranstaltungen gebe es eher welche in kleinerem Kreis. „Die Volkssolidarität ist sehr aktiv dabei“, erwähnt der Bürgermeister. Und natürlich gebe es auch den Sportverein. Allerdings gehe die Aktivität dort auch nur noch von einigen wenigen aus: „Wir haben da noch drei, vier Säulen. Wenn die wegbrechen, wird’s schwierig.“

Der Forderung, die Kommune solle kulturell aktiver werden, erteilt Hermann Haacke eine Absage. „Wir als Gemeindevertreter sind nicht bereit, die Bespaßung zu übernehmen.“ Das rein ehrenamtliche Gremium sei schließlich mit anderen Aufgaben schon gut ausgelastet und irgendwo habe persönlicher Einsatz eben seine Grenzen. Der Bürgermeister geht davon aus: Wenn die Sieversdorfer und Hohenofener nicht selbst wieder aktiver werden, dann passiert eben nichts. „Hier müsste ein Kulturverein oder so was her.“ Das werde die Gemeindevertretung dann auch gerne unterstützen.

Übrigens stehen in nächster Zeit in der Gemeinde durchaus einige Veranstaltungen an: Am kommenden Sonntag, dem 7. August, gibt es ab 16 Uhr in der Papierfabrik Jazz mit Vincent Peirani (Akkordeon) und Emile Parisien (Saxofon) aus Frankreich. Und am Sonntag, dem 4. September, feiert die Kirchengemeinde ab 14 Uhr ihr Scheunenfest.

Von Alexander Beckmann

Zwei Wohnblöcke im Wittstocker Waldring wurden farblich neu gestaltet. Damit steht ein Projekt vorm Abschluss, das im vergangenen Jahr begann. Damals wurden die Blöcke mit neuen Balkonen versehen – insgesamt 80 Stück.

06.08.2016

Der Protzener Hartmut Pelzer ist ein Mann mit vielen Talenten. Der gelernte Klempner und Installateur betreibt seit 1999 eine kleine Kneipe, den Bierkeller, im Ort. Der Blues-Fan organisiert mit seinem Nachbarn, dem Schlagzeuger Bernd Haucke, seit 2009  jährlich etwa zwei Konzerte unter dem Motto „das Besondere Konzert“ im Protzener Gutshaus.

06.08.2016

Die Fontanestadt Neuruppin weiß noch nicht, wie sie die Sanierung des maroden Schulhortes in Gildenhall finanzieren soll. Eigentlich hofft Neuruppin auf einen Kredit über gut eine Million Euro. Doch um das Darlehen aufnehmen zu können, braucht die Stadt die Zustimmung der Kommunalaufsicht beim Landkreis. Die ist bisher skeptisch.

05.08.2016
Anzeige