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Mehr Kulturangebot gewünscht

Sieversdorf-Hohenofen Mehr Kulturangebot gewünscht

In Sieversdorf-Hohenofen gebe es kaum noch kulturelle oder gesellige Veranstaltungen, beklagen Einwohner und fordern mehr Aktivität. Bürgermeister Hermann Haacke schließt sich dem Wunsch grundsätzlich an, findet aber, dass die Sieversdorfer und Hohenofener vor allem selbst aktiv werden müssten.

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An der Hohenofener Papierfabrik weist ein Transparent auf das Konzert am Sonntag hin.

Quelle: Alexander Beckmann

Sieversdorf-Hohenofen. Eine kleine Umfrage der MAZ in der Doppelgemeinde Sieversdorf und Hohenofen deutet es an: Die Einwohner leben meist ganz gerne in den beiden Dörfern. Nur ein bisschen zu ruhig findet der eine oder andere es dann doch. „Wir sind völlig abgeschnitten von der Außenwelt“, beklagt im Zuge der Befragung ein Hohen­ofener. „Es gibt keine Gelegenheit, sich zu begegnen oder gemeinsam zu feiern.“ Ein anderer findet: „Das gemeinsame Dorfleben schläft“ und fordert „Die kleine Kirche müsste auch in Verbindung mit dem Industriemuseum (Fabrik) für musikalische Ideen genutzt werden.“ Aus Sieversdorf kommt der Wunsch nach einer „noch aktiveren Arbeit der Gemeindevertretung – besonders im kulturellen Bereich“.

Bürgermeister Hermann Haacke kann sich diesen Wünschen im Grunde nur anschließen. „Es ist sehr ruhig geworden“, schätzt auch er ein. „Wir haben leider keine Gruppe mehr im Dorf, die sich um so was kümmert.“ Die einst sehr aktive Feuerwehr falle seit ihrem Zusammenschluss mit den Neustädtern als Veranstalter weitgehend aus.

Trotzdem findet Haacke: „Es ist nicht so, dass nichts mehr los ist. Es wird bloß nicht mehr so publik.“ Statt großer öffentlicher Veranstaltungen gebe es eher welche in kleinerem Kreis. „Die Volkssolidarität ist sehr aktiv dabei“, erwähnt der Bürgermeister. Und natürlich gebe es auch den Sportverein. Allerdings gehe die Aktivität dort auch nur noch von einigen wenigen aus: „Wir haben da noch drei, vier Säulen. Wenn die wegbrechen, wird’s schwierig.“

Der Forderung, die Kommune solle kulturell aktiver werden, erteilt Hermann Haacke eine Absage. „Wir als Gemeindevertreter sind nicht bereit, die Bespaßung zu übernehmen.“ Das rein ehrenamtliche Gremium sei schließlich mit anderen Aufgaben schon gut ausgelastet und irgendwo habe persönlicher Einsatz eben seine Grenzen. Der Bürgermeister geht davon aus: Wenn die Sieversdorfer und Hohenofener nicht selbst wieder aktiver werden, dann passiert eben nichts. „Hier müsste ein Kulturverein oder so was her.“ Das werde die Gemeindevertretung dann auch gerne unterstützen.

Übrigens stehen in nächster Zeit in der Gemeinde durchaus einige Veranstaltungen an: Am kommenden Sonntag, dem 7. August, gibt es ab 16 Uhr in der Papierfabrik Jazz mit Vincent Peirani (Akkordeon) und Emile Parisien (Saxofon) aus Frankreich. Und am Sonntag, dem 4. September, feiert die Kirchengemeinde ab 14 Uhr ihr Scheunenfest.

Von Alexander Beckmann

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