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Mehr Mathe, mehr digital

Wittstock Mehr Mathe, mehr digital

Bildungsminister Günter Baaske (SPD) besuchte am Freitag das Städtische Gymnasium in Wittstock und diskutierte mit Schülern, Pädagogen und Politikern über verschiedenste Schul-Themen. Fazit: Es soll mehr Mathe gelehrt werden.

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Bildungsminister Günter Baaske (vorn), hier mit Schulleiter Uwe Ronneburg, informierte sich über Schulprojekte.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Mehr Mathematik und verstärkter Ausbau digitaler Möglichkeiten. Das sind die Prioritäten, die Bildungsminister Günter Baaske (SPD) setzt, wenn es um die Entwicklung der Schulen im Land Brandenburg geht. Das machte er am Freitag klar, als er das Städtische Gymnasium in Wittstock besuchte, um sich dort mit Schülern, Pädagogen und Politikern über Bildungsinhalte, Zukunftspläne und Probleme zu unterhalten. Da Mathematik in fast allen Studienrichtungen eine immer größere Rolle spiele, wolle er sich dafür einsetzen, dass in der gymnasialen Oberstufe im kommenden Jahr fünf statt bisher nur vier Wochenstunden in diesem Fach gelehrt werden.

Die digitale Ausstattung der Schulen ist für Baaske eine weitere wichtige Säule für die Zukunft. „Ich möchte, dass jeder Schüler sein eigenes Tablet bekommt, seine eigene Software und von zu Hause aus arbeiten kann.“ Deshalb arbeite er zurzeit an einem Konzept. Darauf solle auch bei der Förderung der Schwerpunkt gelegt werden.

Großes Interesse an Zentren

Die Sanierung von Schulgebäuden hingegen werde eine geringere Rolle spielen. Aussicht auf Unterstützung hätten lediglich solche Vorhaben, die das Einbeziehen von behinderten Schülern fördern – die sogenannte Inklusion – und die Schulzentren schaffen. Daran bestehe ein „riesengroßes Interesse“, weil sich der Schulalltag in Zentren besser organisieren lasse und Personalausfälle leichter zu kompensieren wären, wenn mindestens zwei Schulen an einem Standort zusammengefasst sind. Genau das plant die Stadt Wittstock bekanntlich in der alten Tuchfabrik an der Walkstraße. Baaske schaute sich das Konzept dazu ebenso an wie die Umbaupläne fürs Gymnasium, deren Umsetzung bereits 2017/18 begonnen werden solle, wie Kulturamtsleiterin Dorothea Stüben berichtete. Landtagsabgeordnete Ina Muhß (SPD) sagte, dass „auch der schönste Ausbau nicht dafür sorgt, dass wir hier künftig genügend Schüler haben werden“ und plädierte dafür, sich im Hinblick auf das geplante Schulzentrum noch nicht darauf festzulegen, welche Schulen dort untergebracht werden sollen.

Baaske beantwortete am Freitag auch Fragen von Schülern – zum Beispiel zur Zentralisierung des Lehrplanes. Das, so meinte ein Schüler, würde vieles vereinfachen und effektiver machen. „Die Lehrpläne werden mehr und mehr angeglichen“, erklärte Baaske dazu. Ihm wäre es ebenfalls lieber, wenn nicht nur der Lehrplan, sondern auch die Lehrerstellen einheitlich finanziert würden. Dass Aufgaben in der Englisch-Prüfung zu schwierig gewesen seien, wie eine Schülerin sagte, wollte Baaske so nicht stehen lassen. „Ich höre jedes Jahr, dass Aufgaben zu schwer seien. Es gibt keine schweren Aufgaben, nur solche, die man kann oder nicht kann.“ Und einer Schülerin, die für ein 13-jähriges Abitur plädierte, antwortete der Politiker, dass er dazu keine Veranlassung sehe, weil er im Land derzeit keine dahingehenden Bestrebungen erkennen könne.

Schülerin enttäuscht von Fragestunde mit Baaske

Julia Szramek war nach der Fragestunde enttäuscht. „Ich fand das sehr unbefriedigend. Er hätte sich ruhig ein bisschen mehr Zeit nehmen können. Manche Fragen hat er gar nicht richtig beantwortet“, sagte sie. Nach den Gesprächen sah sich Baaske Projektpräsentationen an, sprach mit den Schülern und lauschte dem Chor des Hauses, der einige Lieder sang. „Ich habe einen sehr guten Eindruck von eurem Gymnasium“, sagte der Gast zum Abschied. Schulleiter Uwe Ronneburg überreichte ihm ein Exemplar der Wittstock-Rose „Rosa Wizoka“ und lud ihn bereits zum 150. Geburtstag des Gymnasiums im Jahr 2019 ein.

Von Björn Wagener

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