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Ostprignitz-Ruppin Mehr Qualität fürs Wittstocker Warensortiment
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mehr Qualität fürs Wittstocker Warensortiment
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00:18 22.02.2016
Auch die Räume des ehemaligen Dienstleistungsbetriebs der Stadt sollen in diesem Jahr mit Leben gefüllt werden. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Die Weichen für den Bau des Rewe-Marktes auf dem Gelände des ehemaligen Centerkaufs in der Röbeler Straße sind gestellt. Der Bebauungsplan wurde im Hauptausschuss am vergangenen Mittwoch bestätigt. Anfang März entscheiden die Stadtverordneten in letzter Instanz darüber. Dann könnten an der Röbeler Straße bald die Abrissbagger auffahren, die leerstehende Kaufhalle abreißen und damit Platz für einen Neubau schaffen.

Um dieses Areal geht es Quelle: Stadt

Doch der Rewe-Markt wird nur ein Teil des für diesen Bereich der Stadt geplanten Nahversorgungszentrums (NVZ) Nord-Ost, wie Stadtplanerin Sabine Hentschke erläutert. Das Planungsgebiet entlang der Röbeler Straße reiche laut Einzelhandelskonzept der Stadt im Norden von der Karl-Liebknecht-Straße bis zum Neuen Weg im Süden. „Insgesamt sind das gut 5,4 Hektar“, sagt Hentschke. Eingeschlossen in das NVZ sind demnach der bestehende Netto-Lebensmitteldiscounter als Magnetbetrieb im Süden, der entstehende Rewe-Markt als sein Pendant im Norden sowie der gegenüberliegende ehemalige Pub und das danebenliegende ehemalige Dienstleistungsgebäude.

„Hier hat kürzlich ein Eigentümerwechsel stattgefunden“, informiert Hentschke, was die ursprüngliche Planungen für das NVZ etwas umgestaltet hätte. Der neue Eigentümer habe bereits Anregungen mit eingebracht, die nun im Plan berücksichtigt wurden.

„Ich hatte dem Bauherrn das Gelände angeboten“, erinnert sich der ehemalige Eigentümer und derzeitige Immobilien-Verwalter, Martin Schäfer. Dann hätte das Areal als Parkfläche für den Rewe-Markt dienen können. Doch der Abriss des ehemaligen Dienstleistungsgebäudes sei dem Investor wohl zu teuer gewesen. Darum hatte er für Grundstück und Gebäude einen anderen Interessenten gesucht und gefunden. Und der soll damit einiges vorhaben.

Das Nahversorgungszentrum Nord-Ost

Gut 5,4 Hektar umfasst das im Plan vorgesehene Gebiet für das Zentrum.

Knapp 3500 Wittstocker leben im Kerneinzugsgebiet. Hunderte weitere Kunden kämen aus dem Umland bis hin nach Mecklenburg.

Auf 23 Millionen Euro beläuft sich das Kaufpotenzial im größeren Einzugsbereich für den Nahrungs- und Genussmittelsektor.

„Das Gebäude wird saniert und mindestens genauso schick werden wie der angrenzende Rewe-Markt“, berichtet Schäfer über die Pläne des neuen Eigentümers. Der noch in den Räumlichkeiten arbeitende Frisör-Salon dürfe natürlich bleiben und sich gleichzeitig noch mehr Dienstleistungsgewerbe ansiedeln. Womöglich aus dem medizinischen und orthopädischen Bereich. So könne dort eine Arztpraxis, eine Apotheke und ein Sanitätshaus entstehen. Letzteres nach Empfehlung des Bauausschusses der Stadt, aber eben nur in Verbindung mit der Arztpraxis. „Es ist genug Platz vorhanden“, informiert Martin Schäfer. An die 600 Quadratmeter stünden zur Verfügung.

Das entstehende Naheversorgungszentrum Nord-Ost wird nach Einschätzung Sabine Hentschkes überkommunale Bedeutung haben. Denn nicht nur die knapp 3500 Wittstocker, die in diesem Bereich leben, werden potenzielle Kunden sein, sondern auch die Menschen in den umliegenden Ortschaften bis hin nach Mecklenburg. Streng genommen weise Wittstock laut Einzelhandelskonzept gemessen an seinen Einwohnern bereits ein überdurchschnittliches Pro-Kopf-Angebot auf. „Aber die Qualität im Sortiment ist noch ausbaufähig“, erklärt die Stadtplanerin. Deshalb könne sich dort auch Rewe als Vollsortimenter und Frischemarkt sowie weiteres Dienstleistungsgewerbe niederlassen.

Von Christian Bark

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