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Mehr als 300 Leute kamen zum Abschied

Dabergotz Mehr als 300 Leute kamen zum Abschied

Zum letzten Mal öffnete Rosemarie Schofer am Tag vor Silvester das Gasthaus Paries, und die Gäste kamen in Scharen. Denn die Wirtin, die knapp 50 Jahre in dem Gasthaus gearbeitet hat, geht in den Ruhestand. Da es bislang keinen Nachfolger für das Paries gibt, verliert Dabergotz damit vorerst seinen seit Jahrzehnten beliebten Dorfmittelpunkt.

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Die Dabergotzer Feuerwehr bedankte sich auf ihre Weise bei Wirtin Rosemarie Schofer, die in den Ruhestand geht.

Quelle: Fotos: Andreas Vogel

Dabergotz. Mehr als 300 Leute sind am Samstagabend zum Gasthaus Paries nach Dabergotz geströmt und haben sich mit Blumen und Präsentkörben bei Rosemarie Schofer bedankt. Die Wirtin hatte zum letzten Mal den Gasthof geöffnet; die 67-Jährige geht in den Ruhestand. „Den hat sie sich redlich verdient“, betonte Ortschef Ulrich Krebs. Immerhin hat Rosemarie Schofer fast 50 Jahre in der Gaststätte gearbeitet.

Gleichwohl war auch dem Bürgermeister etwas komisch ums Herz bei dem Gedanken, dass es so schnell keine geselligen Runden in dem Gasthaus geben wird, das seit 1929 im Familienbesitz war. „Ich bin mit der Gaststätte aufgewachsen und habe selbst ein paar Jahre dort mitgekellnert.“ Als Kind hat Krebs am Sonntagnachmittag oft einen Krug Bier aus dem Gasthof geholt. Ob und wann sich ein Käufer finden wird, der das Gasthaus weiter betreibt, ist offen. „Ich trauere dem jetzt schon nach“, so Krebs.

Auch die Sportler vom TuS Dabergotz bedankten sich bei Wirtin Rosemarie Schofer

Auch die Sportler vom TuS Dabergotz bedankten sich bei Wirtin Rosemarie Schofer.

Quelle: Andreas Vogel

Mit der Gaststätte verliert Dabergotz den wohl seit Jahrzehnten beliebtesten Anlaufpunkt im Dorf. Bis 1972 zogen sich dort sogar noch die Dabergotzer Fußballer für ihre Heimspiele um, bis 1992 diente es als Vereinsheim für den TuS Dabergotz, der auch 1929 gegründet wurde.

Rosemarie Schofer versuchte am Samstagabend mit aller Mühe, sich nicht anmerken zu lassen, wie sehr ihr der Abschied fällt. Sie wirbelte in der Küche, suchte nebenbei nach Vasen für die unzähligen Blumensträuße und schaute auch immer wieder bei Mutter Ingeborg vorbei, die mit einer Freundin aus Walsleben sowie vielen anderen Gästen im beheizten Festzelt vor dem Gasthaus saß, während sich andere an den Feuerschalen wärmten und sich dabei auch nicht vom einsetzenden Regen stören ließen.

Neben Bier und Glühwein gab es zum Abschied auch noch mal Schnitzel aus dem Gasthaus Paries

Neben Bier und Glühwein gab es zum Abschied auch noch mal Schnitzel aus dem Gasthaus Paries.

Quelle: Andreas Vogel

Von Andreas Vogel

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