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Ostprignitz-Ruppin Mehr als 300 Schüler bei Waldolympiade
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mehr als 300 Schüler bei Waldolympiade
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00:18 19.05.2017
Von einem kleinen Hochsitz aus sollten die Kinder Tiere des Waldes erkennen. Entsprechende Bilder waren an Bäumen in Sichtweite befestigt. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Laufen, hangeln, beobachten, nageln, werfen, stapeln: Für die mehr als 300 Schüler der Wittstocker Waldring-Grundschule wurde am Dienstag der Wald zum Klassenzimmer. An neun aktions- und lehrreichen Stationen rund um die Märchenwiese bei Alt Daber standen Spiel, Sport und Spaß im Mittelpunkt.

Dabei konnten die Kinder Punkte erringen und nicht nur um einen Wanderpokal kämpfen, sondern auch Buchpreise gewinnen. An den Stationen waren verschiedenste Fähigkeiten gefragt. Bei einem Hindernis- und Geschicklichkeitslauf oder auch dem Balancieren auf einem Seil über die Daber ging es um Körperbeherrschung und Schnelligkeit; beim Seilschwingen sollte mit dem eigenen Körper eine am Boden stehende Büchse umgeworfen werden; beim Nageln war handwerkliches Können gefragt. Aber auch beim Holzstapeln, Speerwurf, Zielwurf oder dem Erkennen von Tieren mit dem Fernglas gaben die Kinder alles. Die Tiere waren allerdings auf Bildern in Sichtweite an Bäumen platziert.

Das Horn gab den Takt vor

Zehn Minuten hatten die Schüler an jeder Station Zeit, um möglichst viele Punkte einzuheimsen. Um im Takt zu bleiben, war eine Uhr allerdings nicht unbedingt nötig. Guido Bischoff, Revierförster im Stadtwald, blies ins Horn, wenn es Zeit für einen Stationswechsel wurde. Gemeinsam mit seiner Kollegin Melanie Höppner hielt er während des gesamten Ablaufes ein wachsames Auge auf die Kinder, die in Gruppen mit Tiernamen aufgeteilt, von einer Station zur nächsten wanderten. Lediglich die Jüngeren aus der 1. und 2. Klasse blieben auf dem Gelände des Daberturm-Ensembles, um dort sportliche Spiele zu absolvieren. Ganz in der Nähe hatten sich auch Mitglieder der Wittstocker Feuerwehr mit einem Fahrzeug und Ausrüstungsgegenständen postiert, um bei Interesse den Kindern Einblicke zu gewähren.

Teamgeist fördern

Für die Waldring-Grundschule war es bereits die dritte Waldolympiade. „Es geht darum, die Achtung vor der Natur, aber auch den Teamgeist zu fördern und den Wald näher kennenzulernen“, sagt Thomas Winter, der stellvertretende Schulleiter. Möglich gemacht würden die Waldolympiaden mit Hilfe einer Kooperation zwischen Schule und dem Wittstocker Stadtforst. Die dortigen Mitarbeiter hatten die Stationen vorbereitet. Bei der Betreuung vor Ort halfen die Koordinatoren für nachhaltige Bildung der Rheinsberger Rabs-Gesellschaft, Eltern und Lehrer. „Da werden mal ganz andere Fähigkeiten als im Schulalltag verlangt. Außerdem tut Bewegung an frischer Luft immer gut“, sagt Lehrerin Karin Fickler. Sie störte sich weder am leichten Nieselregen noch an den Mücken.

Während die Kinder der Waldring-Grundschule die Waldolympiaden bereits kennen, wird es am Mittwoch für die rund 260 Schüler der Diesterweg-Grundschule eine Premiere. Erstmals werden sie sich ebenfalls den Herausforderungen stellen, die der Wald für sie bereit hält.

Von Björn Wagener

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