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Ostprignitz-Ruppin Mehr als 420 Schüler bei Waldjugendspielen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mehr als 420 Schüler bei Waldjugendspielen
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07:00 22.06.2016
„Wer den kürzeren Hebel hat, der zieht“: Gildenhaller Grundschüler meistern die „Säge“-Station im Neuruppiner Stadtwald. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Louisanne darf die Ameisenkönigin sein. Mit einem Krönchen auf dem Kopf wartet die Elfjährige im Neuruppiner Stadtwald darauf, dass die Jäger und Sammler ihr bringen, was Ameisen gerne mögen – Blattlaushonig etwa oder die Samen von Veilchen und Schöllkraut. Doch die Jagd nach dem Ameisenfutter ist gefährlich. Auf dem Weg zu Blattlaushonig und Veilchensamen müssen die Jäger Waldpädagoge Peter Linke entwischen, der sich als Ameisenlöwe verkleidet hat.

Noch bis zum 5. Juli dauern die Waldjugendspiele der Oberförsterei Neuruppin. An insgesamt fünf Spieltagen werden mehr als 420 Fünftklässler aus der Region ihr Waldwissen und ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Beim gestrigen Auftakt der Spiele im Neuruppiner Stadtwald gingen Jungen und Mädchen der Grundschulen in Wustrau, Walsleben und Gildenhall sowie der Neuruppiner Wilhelm-Gentz-Schule an den Start. Mitarbeiter der Forstbehörden und der Waldarbeitsschule Kunstersping hatten für sie einen Parcours mit insgesamt 17 verschiedenen Stationen vorbereitet.

Wie fühlt es sich an, ein Geweih zu tragen?

Darunter auch der „Hirschlauf“. Mit einer Stange auf dem Rücken mussten die Teilnehmer einen Weg durch eng stehende Bäume meistern. „Ihr sollt mal fühlen, wie so ein großer Hirsch mit einem breiten Geweih im Wald klar kommt“, sagt die Leiterin der Oberförsterei Annett Engelmann. Für die fünfköpfige Staffel der Wilhelm-Gentz-Schule keine große Herausforderung. „Man muss einfach nur seitlich laufen“, sagt Johannes lässig. „Dann stößt man nirgends an.“

20 Klassen starten in diesem Jahr bei den Waldjugendspielen. Die Klasse, die nach den fünf Spieltagen, die meisten Punkte gesammelt hat, bekommt den Wanderpokal „Wanderfalke“ und eine Führung durch den Tierpark Kunsterspring als Preis. Auch die Walslebener Grundschüler könnten ein Anwärter für den Preis sein. An der „Baum“-Station der Waldjugendspiele schlug sich ein Walslebener Team gestern sehr souverän. „Die Rinde von Eiche und Spitzahorn sieht sehr ähnlich aus“, warnt Lindows Revierförster Pierre Gulz. „Ihr müsst auf die kleiner Wasserreißer und die Blätter an den Ästen achten.“

Doch die Fünftklässler erkennen die Eiche auf den ersten Blick. Lediglich bei der Hainbuche – „eine der härtesten Baumarten“ – muss Gulz einen Punkt abziehen. Am Ende reicht es dann aber doch für neun von zehn möglichen Punkten. Ein ordentliches Ergebnis. Vielleicht auch weil Teilnehmer der Mannschaft in der Walslebener Schul-AG „Natur entdecken“ schon Erfahrungen im Bestimmen von Bäumen gesammelt haben.

Die Schüler kämpfen mit der Säge

Richtig kniffelig wird es an der „Säge“-Station. Eine Mannschaft der Gildenhaller Grundschule soll eine zehn Zentimeter dicke Scheibe von einem dünnen Birkenstamm absägen. Jeweils zu zweit versuchen sie, die sperrige Säge durch das Holz zu ziehen. Gar nicht so einfach. Die Säge bockt. „Wer den kürzeren Hebel hat, der zieht“, rät Forstwirt Bernd Koschenz. „Auf keinen Fall schieben – sonst biegt sich die Säge.“

Am Ende muss die Fledermaus-Mannschaft das abgesägte Birkenstücks vermessen. Anstatt der geforderten zehn sind es mehr als zwölf Zentimeter geworden. Punktabzug.

Von Frauke Herweg

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