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Mehr als 65 Ideen fürs Fontanejubiläum

Neuruppin Mehr als 65 Ideen fürs Fontanejubiläum

Der Rahmenplan für das große Fontanejahr zum 200. Geburtstags des märkischen Dichters 2019 steht – Neuruppins Stadtverordnete sind schon mal beeindruckt.

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Ganz Neuruppin steht 2019 im Zeichen Theodor Fontanes.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. So viel Lob von Abgeordneten ist die Neuruppiner Stadtverwaltung nicht gewohnt. Doch das, was Kulturmanager Mario Zetzsche am Dienstagabend im Sozial- und Kulturausschuss vorstellte, schien sogar die größten Kritiker der Verwaltung handfest. Zweieinhalb Jahre vor der geplanten großen Eröffnungsfeier steht das Rahmenprogramm für das Fontanejubiläumsjahr 2019. „Vieles wird sich sicherlich noch verändern“, warnte Zetzsche die Abgeordneten im Kulturausschuss am Dienstag vorsorglich. Doch das war gar nicht nötig.

Anfang des Jahres hatte Hajo Cornel, der Fontanebeauftragte des Landes, in Neuruppin dafür geworben, so schnell wie möglich einen Plan für 2019 vorzulegen. Damals war nur wenig klar: dass Neuruppin das Zentrum der landesweiten Fontanefeiern zum 200. Geburtstag des märkischen Dichters werden soll, dass es im Museum eine große Ausstellung geben wird, dass rundherum neun Monate Programm nötig ist. Inzwischen enthält das Konzept etwa 65 Projekte und Veranstaltungen, untersetzt mit Terminen und voraussichtlichen Kosten.

Fontane-Ausstellung im gesamten Museum

Dass Neuruppin im Zentrum der großen Fontanefeiern stehen soll, hat auch der Landtag in Potsdam beschlossen. Folgerichtig wird auch die landesweite Eröffnungsveranstaltung in Fontanes Geburtsstadt stattfinden: am 30. März 2019 in der Neuruppiner Pfarrkirche. Am selben Tag soll auch die Leitausstellung im Museum eröffnet werden. Ausgearbeitet und organisiert wird sie weitgehend von der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte. Deren Fachleute haben Erfahrung mit ähnlich bedeutenden Schauen, etwa mit der hochgelobten und viel besuchten Landesausstellung „Preußen und Sachsen. Szenen einen Nachbarschaft“ 2014 in Doberlug-Kirchhain.

Die Fontaneausstellung soll 2019 den größten Teil des Neuruppiner Museums beanspruchen. Sie wird sich vor allem Fontanes verschiedenen Rollen als Autor widmen, sagt Zetzsche: als Journalist, als Kriegsberichterstatter, als Reiseschriftsteller, als Tagebuchautor.

Lesungen, Theater, Fotografien, Fontanepreis und Jugendcamp

Neuruppins Fontane-Festspiele sollen 2019 eine zentrale Rolle in Neuruppin spielen, wenn auch in etwas anderer Form als bisher. Statt an einem Wochenende werden sie über eine Woche verteilt stattfinden, vom 11. bis 19. Mai. Grete-Minde-Aufführungen sind nicht mehr vorgesehen, dafür aber die Vergabe eines besonderen Fontanepreises für Reiseliteratur und ein großes Schriftstellertreffen. Im Juni und Juli soll es auf dem Braschplatz ein Fontanecamp für Jugendliche aus ganz Deutschland geben, die sich dort mit Literatur auseinandersetzen können.

Vom 9. bis 11. August werden sich dann der Schulplatz, die umliegenden Häuser und Geschäfte in die Kulisse für ein großes Theaterspektakel verwandeln. Im Oktober sind Filmnächte mit Reisedokumentationen geplant, im November ein großer Lichtworkshop. Lesereihen sind vorgesehen, ein Poesiefestival, Fotoausstellungen, ein Projekt für Fontane-Hasser ...

Fontane-Festspiele 2018 als Lockmittel fürs Jahr darauf

Die Stadt hat die Ideen gesammelt, die von dutzenden Partnern stammen. Wichtig war allen, dass die Feiern nicht erst 2019 starten dürfen. Schon 2018 soll es deshalb Veranstaltungen geben, die die Neuruppiner und Touristen auf das Jubiläumsjahr vorbereiten. Fontane-Festspiele sind 2018 in etwas kleiner Form und 2019 dann besonders groß geplant. Noch etwas ist Zetzsche wichtig: „Wir werden nicht nur Veranstaltungen in der Innenstadt haben, sondern auch im WK I bis III und in den Ortsteilen.“ Fontane soll in ganz Neuruppin gefeiert werden und ganz Neuruppin soll davon profitieren.

Michael Gayck von der CDU fasste zusammen, was am Dienstagabend viele Abgeordneten dachten: „Was ich hier gehört habe, hat mich begeistert.“

Von Reyk Grunow

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