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Ostprignitz-Ruppin Mehr als 800 Stunden für Vehlows Turnhalle
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mehr als 800 Stunden für Vehlows Turnhalle
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00:28 13.12.2015
Zum Streichen kam eine Rollrüstung der Marep GmbH zum Einsatz.
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Vehlow

Mehr als 800 Arbeitsstunden haben etwa 40 ehrenamtliche Helfer aus Vehlow und anderen Orten der Gemeinde Gumtow seit April 2014 rings um die dortige Turnhalle und im Innern geleistet. Alles ist aufgelistet worden. „Wir wollen zeigen, wie sehr uns die Zukunft der Halle am Herzen liegt“, so Ute Reinhardt. Sie gehört zu den vielen Helfern und weiß genau, was sie bisher geschafft haben.

Allein das Reinigen der Wände im Innenraum, das Entfernen der alten Heizungsrohre, das Streichen der Decke und der Wände schlägt mit 349 Arbeitsstunden zu Buche. Diese Arbeiten dauerten den gesamten November. Dazu kamen noch 29 Stunden für das Anbringen der Dämmkörper an den Deckenlampen und 18 Stunden für Elektrikertätigkeiten sowie den Anschluss der Heizungsanlage. Darüber freut sich Ute Reinhardt besonders. Dank der Hilfe vom Landwirtschaftsbetrieb Teickner aus Gumtow gibt es jetzt auch neue Heizkörper. Sie ersetzen die vier relativ lauten Lüfter. Die Rohre dafür wurden in Eigenleistung verlegt und ohne Gemeindegeld. Alle alten Rohre wurden abgebaut. „Das Kleinmateriel haben wir mit Spendengeldern bezahlt“, sagt Ute Reinhardt.

Sauber, hell und trocken zeigt sich der große Raum für den Sport heute. Quelle: Sandra Bels

Alle, die die Halle nutzen, haben mit angepackt. „Bei den Kindern zum Beispiel von der Feuerwehr engagieren sich auch die Eltern“, sagt Siegmund Wolf von der Feuerwehr. Vehlower Senioren haben zusammen mit einigen Flüchtlingen aus dem Ort die kompletten Malerarbeiten ausgeführt, war von Ute Reinhardt zu erfahren. Der Kontakt zu ihnen kam über Ortsvorsteher Roger Popp zustande. Bemerkenswert fand die Vehlowerin auch, dass derjenige, der einst die Decke zur Eröffnung der Turnhalle für den Schulsport gestrichen hatte, damals für die Produktionsgenossenschaft des Handwerks, heute auch wieder dabei war. Ute Reinhardt ist jedem Einzelnen dankbar für seinen Einsatz, egal, was er in der Halle oder draußen geleistet hat.

Auch im Außenbereich hat sich seit April 2014 einiges getan. So sorgten die Vehlower zum Beispiel dafür, dass der Weg zur Sporthalle wieder beleuchtet ist. Eine alte Lampe stand noch, funktionierte aber nicht. Eine zweite wurde versetzt und „die dritte haben wir aus Berlin geholt“, erzählt Ute Reinhardt. 40 Stunden dauerten Schachtarbeiten und Aufbau.

Wasser war damals durch das Hallendach eingedrungen

Viel zu tun gab es auch an der Regenentwässerung. Mit Technik der Marep GmbH und von der Firma Sodemann wurde ein Schacht gegraben, der einmal über das frühere Schulgelände führt. Das allein dauerte zwei Wochenenden. Dann verlegten die Vehlower neue Leitungen. Das Material habe nach Rücksprache mit dem Bauamt die Gemeinde bezahlt. Das geschah im Oktober 2014. Bereits im April 2014 legten die Vehlower einen Parkplatz vor dem Eingang der Halle an. „Wir haben die alten Borde vom Gelände eingesammelt und neu verlegt“, so die Vehlowerin. Sie könnte noch viele andere Arbeiten aufzählen wie zum Beispiel das Roden von Bäumen seitlich der Turnhalle, die Intensivreinigung des Hallenbodens oder die Dachreparaturen, die bereits vor dem Beginn der Außensanierung erledigt wurden, damit das Wasser nicht noch weiter in den Innernaum eindringen kann. Von den Schäden, die dadurch angerichtet worden waren, ist heute nichts mehr zu sehen.

Von Sandra Bels

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