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Mehr als nur ein Tante-Emma-Laden

Zempow Mehr als nur ein Tante-Emma-Laden

Seit fünf Jahren gibt es den „Einladen“ in Zempow. Dort gibt es fast alles, was man zum Leben braucht – nur eben meist aus biologischer und regionaler Erzeugung. Gerade das lockt viele Urlauber aber auch die Zempower ins Geschäft. Und so mancher Reisender mag sich wundern, dass es in so einem kleinen Dorf wie Zempow noch einen Einkaufsladen gibt.

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Die Giftaktion hat begonnen

Der Einladen ist bei Dorfbewohnern und Urlaubern beliebter Einkehrort geworden..

Quelle: Christian Bark

Zempow. Dass es in einem so kleinen Dorf wie Zempow noch einen Laden gibt, ist für viele Besucher ungewöhnlich. „Von Zahnbürste bis Rotwein, es ist fast von allem etwas da.“, sagt die Inhaberin des „Einladens“ in Zempow, Evelyn Haut. Im Gegensatz zu anderen Geschäften oder Discountern liege ihr Fokus auf Bio-Produkten aus der Region.

Als der letzte Tante-Emma-Laden in Zempow vor sieben Jahren seine Pforten schloss, reifte die Idee von Evelyn Haut und ihrem Mann Ulrich Schnauder, ein Geschäft zu eröffnen. Das Häuschen, in dem die Familie heute lebt, stand leer. Daneben ließen Evelyn Haut und Ulrich Schnauder ab 2011 ein weiteres errichten – dort sollte ihr Laden entstehen. „Wenn es sich nicht rentiert hätte, hätten wir in dem Haus Ferienwohnungen unterbracht“, sagt Ulrich Schnauder.

Evelyn Haut (3vl) und Ulrich Schnauder (r) bieten im Laden neben eigenem Honig auch Obst und Gemüse aus der Region an

Evelyn Haut (3.v.l.) und Ulrich Schnauder (r.) bieten im Laden neben eigenem Honig auch Obst und Gemüse aus der Region an

Quelle: Christian Bark

Aber es rentierte sich. Ein Name war auch schnell gefunden. „Einladen“ sei bewusst mehrdeutig – vom Einladen der Waren ins Auto bis hin zur Einladung guter Freunde, wie Ulrich Schnauder erklärt. Schon vorher hätte die Familie vor ihrem haus einen Probierstand mit Namen „kostbar“ gehabt. Denn einige Produkte im Laden kämen aus eigener Produktion, wie Obst, Gemüse oder der Honig.

Evelyn Haut hat schon immer gerne Marmelade und andere Köstlichkeiten selbst gekocht. Der Renner sei jedes Jahr ihr Käsekuchen. Regelmäßig stelle der „Einladen“ auch Biokisten für seine Kunden zusammen, backe nach Wunsch morgens Brötchen auf oder erweitere das Warensortiment nach Bedarf.

Handarbeitsabende im Herbst und Winter

Nicht nur bei den Urlaubern in der Region kommt der Laden gut an, wie Ulrich Schnauder betont. Auch die Zempower wüssten das Angebot zu schätzen. „Wir Zempower vermarkten uns als Dorf, alle ziehen an einem Strang“, sagt Evelyn Haut. Deshalb sei der Laden auch ein Raum sozialer Zusammenkunft. Zum Beispiel von Oktober bis April, wenn die Dorffrauen jeden Mittwoch bei den Handarbeitsabenden zusammenkommen.

Betriebsausflüge oder Vereinssitzungen finden Evelyn Haut zufolge im „Einladen“ statt. In der Saison würden dann immer wieder Fahrradreisende am Laden halten, sich eine Pause bei Kaffee und Kuchen gönnen und sich freuen, dass es in so einem kleinen Dorf noch einen Laden gibt.

Von Christian Bark

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