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Ostprignitz-Ruppin Mehr als „nur“ gebrauchte Möbel
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mehr als „nur“ gebrauchte Möbel
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00:28 08.08.2015
Cindy Thome (vorn) und Ljudmilla Zwecich malen Motive, die später Spielzeug aus Holz oder Leder zieren sollen. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Mit ruhiger Hand zeichnen Cindy Thome und Ljudmilla Zwecich Comic-Figuren wie etwa Tom und Jerry. Die bunten Gesellen zieren später selbst gemachtes Spielzeug aus Holz oder Leder, das Kinder mit gesundheitlichen Einschränkungen Spaß machen soll. Dankbare Abnehmer seien die Wittstocker Nebenstelle der Lebenshilfe Prignitz, die Mosaikschule in Wittstock oder auch die Integrationskita. Seit kurzem gebe es zudem Kontakt zur Frühförderungs- und Beratungsstelle des Gesundheitsamtes, sagt Brigitte Liebetrau, die die Wittstocker Nebenstelle der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (Gab) leitet.

Die Gab lud am Dienstag zum Aktionstag. Quelle: Björn Wagener

Am Dienstag stellte sich die Gab innerhalb eines Aktionstages den Besuchern näher vor. Bei Imbiss, Kaffee und Kuchen für kleines Geld ging es darum, mit Gästen ins Gespräch zu kommen und zu zeigen, welche Projekte die Gab anbietet. Denn dort gibt es nicht nur gebrauchte Möbel für Bedürftige, auch wenn das wohl das bekannteste Angebot ist und neben den Textilspenden tatsächlich auch zum Kerngeschäft zähle.

In der Löffelstube werden Lebensmittel an Bedürftige ausgegeben. Quelle: Björn Wagener

Wer gebrauchte Möbel oder Kleidungsstücke besitzt, die noch gut in Schuss sind, kann sie der Gab anbieten. „Wir holen die Sachen auch ab“, sagt die Nebenstellen-Leiterin. Gern angenommen werden aber auch Obst und Gemüse für die Löffelstube. Dort können sich Bedürftige zum Beispiel mit Tomaten, Bohnen, Weintrauben, Bananen oder auch Backwaren versorgen, wenn sie zuvor nachgewiesen haben, dass sie bedürftig sind, also Arbeitslosengeld II beziehen. Marco Warnke, Yvonne Neumann und Dennis Neidt hatten am Dienstag alle Hände voll zu tun, die Portionen zusammenzustellen. Rund 70 bis 80 Bedarfsgemeinschaften kommen wöchentlich zur Gab, um sich die Sachen abzuholen. Brigitte Liebetrau ist froh, dass die Löffelstube nicht nur von privaten Spendern, sondern auch von Supermärkten und mehreren ortsansässigen Bäckereien unterstützt wird.

Doch die Gab hilft nicht nur bei Lebensmitteln. Wenn es um die Stellensuche, Bewerbungen oder das Ausfüllen von Anträgen geht, kommt die dortige Arbeitsloseneinrichtung ins Spiel. Darüber hinaus gebe es die sogenannte Arbeitserprobung. Dabei würden Menschen, die beim Jobcenter registriert sind, in laufende Projekte der Gab eingegliedert, um dann zu schauen, ob sie bestimmte Fähigkeiten oder Fingerfertigkeiten besitzen. Sollte sich das herausstellen, „so können sie zum Beispiel für touristische Projekte eingesetzt werden, etwa wenn es darum geht, Schilder zu malen“, beschreibt Brigitte Liebetrau. Auch gebe es die Alltagswerkstatt für Alleinerziehende, in der sich derzeit sechs Frauen zusammenfinden. Sie backten auch den Kuchen für den Aktionstag.

Derzeit seien laut Brigitte Liebetrau rund 45 Menschen in den Projekten der Gab involviert. Auch wenn sie sich inhaltlich unterscheiden, so sei der Grundgedanke doch überall gleich: „Die Leute sollen die Chance bekommen, sich im Leben wieder zurecht zu finden und dem Tagesablauf Struktur zu geben.“

Von Björn Wagener

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