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Ostprignitz-Ruppin Kranke Amseln
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kranke Amseln
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10:15 15.09.2018
Im 19. Jahrhundert begann die Amsel, über Parks bis in die Städte vorzudringen. Quelle: dpa-Patrick Pleul
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Potsdam

Vogelfreunde zeigen sich in diesem Jahr besonders besorgt, da immer wieder kranke und tote Amseln gefunden werden. Das ist allerdings kein neues Phänomen. Bereits 2011 gab es in Deutschland das erste durch das Usutu-Virus ausgelöste Massensterben unter Vögeln, vor allem Amseln.

Nach einigen Jahren ohne größere Ausbrüche, tritt das Virus seit 2016 wieder vermehrt auf. „Die 2018 bisher gemeldeten Fälle übertreffen die Zahlen aus den Vorjahren deutlich, was für einen Verbreitungssprung des Virus spricht“, sagt Ornithologe Lars Lachmann. Bis zum August sind in diesem Jahr bereits 1500 Meldungen eingegangen. „Der warme Sommer dieses Jahres dürfte die Ausbreitung des ursprünglich tropischen Virus begünstigt haben.“

Befallene Vögel wirken krank und apathisch und flüchten nicht mehr. Sie sterben meist innerhalb weniger Tage. Fast immer sind es Amseln, bei denen diese Krankheit festgestellt wird, weshalb die Usutu-Epidemie auch als „Amselsterben“ bekannt wurde. Das ursprünglich aus Afrika stammende Virus wird durch Stechmücken übertragen.

Das Virus befällt offensichtlich fast ausschließlich Amseln

Betroffen war zunächst vor allem die Region des nördlichen Oberrheingrabens, bis Ende 2012 hatte sich die Epidemie in den wärmebegünstigten Regionen Deutschlands entlang des gesamten Rheintals sowie am Untermain und am unteren Neckar ausgebreitet. Nach Aussage des Fachmanns kann man Usutu-Infektionen weder verhindern noch behandeln. Für Menschen besteht nach derzeitigem Kenntnisstand keine gesundheitliche Gefahr durch bei Stechmücken-Stichen übertragene Usutu-Viren.

Um die Ausbreitung des Virus zu dokumentieren, bittet der Naturschutzbund darum, kranke und mutmaßlich an der Krankheit verstorbene Vögel an den Nabu zu melden und möglichst zur Untersuchung einzusenden. So können die Naturschützer versuchen , die Auswirkungen dieser Vogelkrankheit auf wildlebende Vogelarten zu dokumentieren und deren Folgen abzuschätzen. Tote Vögel sollten nur mit Schutzhandschuhen oder Plastiktüten gegriffen werden.

Das Online-Formular zum Melden der Vögel kann unter www.nabu.de/usutu-melden herunter geladen werden.

Von Cornelia Felsch

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