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Ostprignitz-Ruppin Mehrere Kilometer Straße nach Sturm zerstört
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mehrere Kilometer Straße nach Sturm zerstört
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00:21 22.10.2017
Donnerstagmittag wurde der letzte der 110 Bäume von der Fahrbahn geräumt, die allerdings stellenweise zerstört ist. Dutzende weiterer Bäume liegen noch in Feldrichtung. Quelle: André Reichel
Lohm

Die Szenerie wirkte gespenstisch, gute zwei Wochen lang zwischen Lohm und Voigtsbrügge. Auf dieser sonst so wichtigen Straße bot sich seit dem Sturm Xavier ein Bild, wie man es sonst nur aus Katastrophenfilmen kannte. Zwischen den unzähligen Bäumen, die es wie Streichhölzer umwarf, stand anfangs sogar noch ein Fahrzeug. Seit Mittwoch vergangener Woche machten sich dann Leute eines Wittstocker Betriebes, der ohnehin ständig im Auftrag des Landkreises unterwegs ist, an die Arbeit. Schließlich handelt es sich um eine Kreisstraße.

Für die Feuerwehr war mit dem Ende des Sturmes der Einsatz dort beendet. „Es lag keine Gefahrensituation mehr vor, also wurde der Fall dem Landkreis übergeben“, erklärte Amtswehrführer Heino Arndt.

Holz füllte 40 Container mit je 35 Kubikmetern Fassungsvermögen

Das betroffene Fahrzeug soll nach Angaben der Arbeiter vor Ort schon einen Tag nach dem Sturm von Privatleuten geborgen worden sein. Die Männer mit dem offiziellen Auftrag kämpften sich dann erst einige Zeit später von der Lohmer Seite aus mit ihren Motorsägen durch das Chaos.

„Wir haben hier innerhalb der einen Woche Holz in 40 Containern mit jeweils 35 Kubikmetern Fassungsvermögen abtransportiert“, berichtete Lkw-Fahrer André Otto am Donnerstag. Das Holz konnte dank eines Landwirts auf einem nahegelegenen Platz gestapelt werden. Von dort aus werde es später weggebracht, um im geschredderten Zustand der Energiegewinnung zu dienen. Unter anderem war die Rede von der Anlage bei Kronotex in Heiligengrabe, wie der Kranfahrer Helmut Schmegner aus Wittstock wusste.

Nun ist zwar die Straße an sich seit Donnerstag von den Bäumen bereit, doch die Arbeit geht weiter. Dutzende Bäume der gegenüberliegenden Fahrbahnseite sind in Richtung Feld gefallen und müssen ebenso noch weggeschnitten werden. Das viel größere Problem zeigt sich dabei erst jetzt. Vor allem die Wurzelteller dieser Bäume haben die Straße stellenweise völlig zerstört. Ob einfache Reparaturen helfen, ist angesichts der Schadensbilder fraglich.

An etlichen Stellen zerstörten die Wurzeln den Asphalt. Ob einfache Reparaturen helfen, ist angesichts solcher Schadensbilder fraglich. Quelle: André Reichel

Damit wird die Straße auch weiterhin gesperrt bleiben müssen. Ob und ab wann diese gut einen Kilometer lange Strecke saniert wird beziehungsweise womöglich komplett erneuert werden muss, ließ sich seitens des Landkreises aber noch nicht sagen. Laut Roland Jenrich als Sachgebietsleiter Kreisplanung und Kreisstraßen sei die Verwaltung an diesem Problem derzeit „auf jeden Fall dran“. Der Abschnitt war zudem bereits vor dem Sturm in einem schlechten Zustand und in der Behörde auch daher nicht unbekannt.

Für die Arbeiter indes war die Aufgabe in den vergangenen Tagen nicht allein wegen der Holzmengen eine gewaltige Herausforderung. Weil es sich fast ausschließlich um Eichen handelte, hatten sie es auch noch mit dem Eichenprozessionsspinner zu tun, dessen Brennhaare für Menschen gefährlich werden können.

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Von André Reichel und Matthias Anke

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