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Ostprignitz-Ruppin Mein Hund, mein Arbeitskollege
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16:27 27.09.2017
Angela Zimmermann ist Psychologin und Heilpraktikerin. Seit einigen Jahren setzt sie bei ihrer Arbeit auch Tiere ein. Quelle: Peter Geisler
Zippelsförde

Die „Deutsche Gesellschaft für Tiergestützte Therapie“ aus Zippelsförde und die Industrie- und Handelskammer (IHK) aus Potsdam legen eine bundesweit einmalige Fortbildung auf. Läuft alles wie erhofft, beginnt der Pilotlehrgang für zukünftige „Fachkräfte für Tiergestützte Intervention“ bereits im Winter. Die Nachfrage ist groß. „Wir haben schon jetzt mehr Teilnehmer als nötig“, sagt Angela Zimmermann, Vorsitzende des Vereins „Deutsche Gesellschaft für Tiergestützte Therapie“.

Die Fortbildung ist für Altenpfleger, Erzieher, Psychologen oder Ergotherapeuten gedacht, die in ihrer Arbeit Therapietiere einsetzen wollen. Zwar machen bereits rund 500 Veranstalter in Deutschland entsprechende Angebote. Doch sind für diese Kurse bislang keine Qualitätsstandards festgeschrieben. Anders als die bisherigen Weiterbildungsangebote soll die neue Fortbildung mit einem staatlich anerkannten Zertifikat enden. „Das ist bundesweit einmalig.“

Eineinhalb Jahre berufsbegleitende Fortbildung

Etwa eineinhalb Jahre wird die berufsbegleitende Fortbildung dauern. Gemeinsam mit einer jungen Tierärztin entwickelt Zimmermann derzeit das Curriculum für den Lehrgang. Zimmermann, die mit ihrem Verein im vergangenen Jahr die ehemalige Umweltbegegnungsstätte in Zippelsförde übernommen hatte, ist selbst Psychologin und Heilpraktikerin. Von Anfang an war ihr wichtig gewesen, dass die Fortbildung Aspekte des Tierschutzes berücksichtigt. Auch deshalb hatte sie eine Veterinärin zu dem Projekt hinzu gebeten.

Schon jetzt ist klar, dass es in der Fortbildung Pflichtmodule zum Tierschutz oder zum Training von Therapietieren geben wird. In Wahlmodulen können sich die Teilnehmer auf ihre künftigen Therapietiere – Pferde oder Hunde – spezialisieren. Praktische Einsätze sind ebenfalls geplant – derzeit ist Zimmermann auf der Suche nach geeigneten Höfen und Institutionen.

Neben dem IHK-Zertifikat erwerben die Teilnehmer einen Sachkundenachweis, den das Tierschutzgesetz vorschreibt, wenn Tiere gewerblich eingesetzt werden. Viele Therapeuten hätten einen solchen Nachweis nicht, sagt Zimmermann: „Kaum einer weiß, dass dieser Nachweis überhaupt nötig ist.“ Inzwischen aber hätten die Veterinärämter mit entsprechenden Kontrollen begonnen.

Tiere helfen bei vielen Therapien

Tiergestützte Therapien helfen Patienten mit neurologischen Erkrankungen, Alzheimer, Demenz, Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen. Bislang übernehmen die Krankenkassen die Kosten dafür nicht. Zimmermann hofft, dass eine zertifizierte Ausbildung den Weg dafür öffnet.

Derzeit wird der Einsatz von Therapietieren häufig über Spenden finanziert. Oft, so Zimmermann, werden therapeutische Angebote mit Tieren auch ehrenamtlich angeboten. Die Psychologin würde sich wünschen, dass ein solcher Einsatz angemessen abgerechnet wird.

Therapeutisches Verfahren ist sehr kostenintensiv

„Das therapeutische Verfahren mit Tieren ist sehr kostenintensiv“, sagt sie. „Sie haben einen vollwertigen Berufskollegen, der Training braucht und für den Versicherungen bezahlt werden müssen.“

Um Standards für die Arbeit mit Tieren zu formulieren, knüpft Zimmermann derzeit ein Qualitätsnetzwerk. Teilnehmer wie der Tierschutzbund, der Verband für das Deutsche Hundewesen oder die Ruppiner Kliniken beraten gemeinsam, wie sich Standards etablieren oder etwa Gütesiegel für die Arbeit mit Tieren entwickelt werden könnten.

Von Frauke Herweg

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